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In der Puszta befindet sich die Hortobágy, Europas größte Grassteppe, deren Sumpfseen und Moore Naturschätze bergen, die man andernorts nicht findet. "Flach wie das Meer" - beschrieb der große ungarische Dichter Sándor Petõfi diese Landschaft, die von der Theiß durchflossen wird, die die sandige Region belebt, aber auch Fisch für die Fischsuppe mit dem unnachahmlichen Geschmack liefert. In diesem Landesteil gibt es die meisten Sonnenstunden. Den Heilung und Erholung suchenden Gästen steht hier reichlich Thermalwasser zur Verfügung.
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Hortobágy (G2-3)
DDie Hortobágy ist eine der größten, unter Naturschutz stehenden, grasbedeckten Ebenen Europas (mehr als 1400 km2), wo unter freiem Himmel die Gulya, die ungarischen Graurinder, die Pferde der Gestüte, die Zackelschafe mit den seltsam gedrehten Hörnern und nicht zuletzt die Büffelherden weiden. Das 70.000 Hektar große Gebiet des Nationalparks Hortobágy wurde 1999 Teil des UNESCO-Welterbes. Die "Brücke mit neun Löchern" ist die längste Steinbrücke des Landes (167,3 m). Sie überspannt den Fluss Hortobágy am Rande der Gemeinde Hortobágy. Die nahezu 300 Jahre alte "Hortobágyer Csárda" ist eine typische Gastwirtschaft der Puszta, sie bietet den Einkehrenden Originalgerichte der Gegend an, welche auch von den Hirten gegessen werden. Das nahe gelegene Hirtenmuseum (Pásztormúzeum, Petõfi tér) zeigt, wie die Hirten der Hortobágy lebten. Die einmalige Tier- und Pflanzenwelt der Puszta, die Volkskunst und die typischen Werkzeuge der Handwerker stellt die Hortobágyer "Körszín" (Petõfi tér) den Besuchern vor. Die "Bewohner" des Puszta- Tierparks (Graurinder, Hausochsen, Steppenziegen und Mangalitzaschweine) kann man in den Pferchen und Ställen betrachten. In dem 2 km vom Ort Hortobágy entfernt gelegenen Máta befindet sich das berühmte Hortobágyer Gestüt: Seit 300 Jahren werden hier Pferde der Rasse "Nonius" gezüchtet.
Vom Wächterhaus der Fischteiche des Nationalparks Hortobágy (am Kilometerstein 67 der Straße 33) aus hat man die Möglichkeit, einen Blick auf die einmalig mannigfaltige Wasserwelt der Puszta zu werfen, beim Szálkahalmer Wächterhaus (am Kilometerstein 79 der Straße 33) befindet sich ein Aussichtsturm, von dem man die Vogelwelt der Wälder und Sumpfseen beobachten kann.
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| Hortobágy, Brücke mit neun Bogen |
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Theiß-See (F2)
Seidiges Wasser, riesige Buchten, tote Flussarme und Inseln, reicher Fisch- und Wildbestand - das ist der Theiß-See inmitten der großen Die Puszta und der Theiß-See. Der Theiss-See bildet die zweigrößte Wasserfläche des Landes (127 km2). Am Ufer (ca. 80 km) reihen sich Erholungsorte, öffentliche Strände, Campingplätze und Ausleihstationen aneinander. Das flache, sich rasch erwärmende Wasser ist zum Baden hervorragend geeignet, die tieferen Gebiete sind ein Paradies für den Wassersport: Neben Segeln, Kajak-Kanu und Surfen sind im südlichen Teil des Theiß-Sees in der 14 Quadratkilometer großen Bucht von Abádszalók auch Motorboote erlaubt, so dass man hier auch mit Jet-Ski und Wasser-Ski über das Wasser sausen kann, was auf europäischen Süßwasserseen einmalig ist. Einer der größten öffentlichen Badestrände des Sees befindet sich in Abádszalók, wo den Gästen eine Wasserrutsche, ein Strandvolleyballplatz und Ausleihstationen für Wassersportgeräte zur Verfügung stehen. Das im Dorfhaus (István király út 41.) befindliche Puppenmuseum präsentiert über 250 Trachten-Puppen und damit eine sehr sehenswerte Attraktion.
Eines der schönsten Erholungsgebiete von Tiszanána ist der für seine stimmungsvollen Buchten, die toten Flussarme und das seidige Wasser seines Strandes bekannte Dinnyés-hát. In Kisköre, einem Ort mit vielen blumengeschmückten Parks, kann der Besucher die Volkskunst-Exponate der Gegend im Dorfmuseum (Béke út 5.) und die Fundstücke der Awaren im Sitz der Wasserwirtschaft (Vízügyi Székház) (Május 1. u. 1.) betrachten. Die Angelgewässer von Poroszló und Sarud ziehen Tausende von Anglern, aber auch die Liebhaber von Fischgerichten an, denn im Frühjahr lockt der Wels, im Herbst der Hecht.
Der Schatz von Tiszacsege ist das bei Rheuma und Muskelschmerzen hervorragend wirksame 81 °C heiße Heilwasser, das aus 1150 Metern Tiefe an die Oberfläche gelangt. Einen besonderen Wert stellt die unter Naturschutz stehende Insel Kácsa mit ihrer reichen Tier- und Pflanzenwelt in dem noch unberührten Theiß- Gebiet dar. Die typische Lebensweise der Bewohner dieser Region kann man im Tagelöhner-Haus (Óvoda u. 26.) kennen lernen. Auf der malerischen Theiß verkehrt das Motorboot Zebegény in Richtung Tokaj oder Kisköre.
Tiszafüred ist einer der beliebtesten Urlaubsorte am Theiß-See. Hier fährt ein kleines Schiff auf den mit Seerosen geschmückten Gewässern des toten Flussarmes. Strand, Thermal- und Strandbad mit modernster Technik (Poroszló u.) garantieren ein herrliches Badevergnügen. Hier wurde 1949 das erste Dorfmuseum des Landes, das Pál-Kiss-Museum (Tariczky sétány 6.) eröffnet, das die typischen "Füreder Sattel" der Puszta- Pferdehirten und die Keramikerzeugnisse des Töpferzentrums präsentiert. Das Töpferhaus (Malom u. 12.) stellt den Besuchern die Produkte aus der Werkstatt der bekanntesten Töpferfamilie vor. Das Meggyes- Csárda-Museum (Csárda Múzeum, Tiszafüred-Kócsújfalu, Szeghalmi út, Meggyes-erdõ) ist die einzige originalgetreu eingerichtete , rekonstruierte Hortobágyer Csárda mit einer historischen Küche, Rauchabzug im Freien und Ausschank. Das Vogelreservat im Becken von Tiszavalk wurde von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt: In dem streng geschützten Gebiet leben Graureiher, Schwarzstörche und seltene Falkenarten. Besucher können an einer Bootsfahrt, die an jedem der 15 Häfen startet, teilnehmen und die erholsame und belebende romantische Wasserwelt aus der Nähe beobachten.
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| Theiß-See |
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| Bootsfahrt auf der Theiß |
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Karcag (F-G3)
Die handgearbeiteten glasierten Tongefäße der Töpfer, die kleinen Kunstwerke der Spitzenklöppler, die farbenfrohen Stickereien der Volkskünstler, die hiesigen Köche, die das beste Lammpaprikasch weit und breit zubereiten, und die Frauen, die den köstlichen Hefezopf backen, machten die typische Kleinstadt der Die Puszta und der Theiß-See so bekannt. Mit der Geschichte der Region und ihrer vielfältigen Volkskunst kann sich der Besucher im Györffy-István-Nagykun-Museum (Kálvin u. 4.) und im Nagykunságer Heimatmuseum (Jókai u. 16.), das in einem traditionellen Kunságer Bauernhaus untergebracht wurde, vertraut machen. Die kunstvollen Gegenstände (u. a. die typischen Karcager Miska-Krüge) des bekanntesten Töpfers von Karcag, Sándor Kántor, kann man im Töpferhaus (Erkel F. u. 1.) besichtigen. Die Brücke von Zádor überspannt als einzige im Lande kein Gewässer, denn der ehemalige Fluss ist dort schon lange ausgetrocknet. Die Szélmalmer Herberge (Vágóhíd u. 1.) stellt die Lebensbedingungen in der nahe gelegenen Hortobágy vor, gleichzeitig ist sie der südliche Zugang zum Nationalpark Hortobágy. Ein wertvolles Industriedenkmal ist die Windmühle (Vágóhíd u. 24.) aus dem 19. Jahrhundert, die als einzige von ursprünglich sechzig Mühlen erhalten blieb.
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Hajdúszoboszló (G-H2)
Das "Mekka der Rheumakranken" heilt schon seit 75 Jahren, nämlich seitdem das 75 °C heiße Thermalwasser aus einer Tiefe von 1100 Metern an die Oberfläche gelangt, die Kurpatienten im beliebtesten Erholungsort der Die Puszta und der Theiß-See. Im Heilbad (Szent István park 1-3.) kann eine zwei- bis dreiwöchige Kur eine 90-prozentige Verbesserung des Gesundheitszustandes bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates, bei Frauenleiden, Erkrankungen der Haut und des Verdauungssystems bewirken. Der von der 10.000 Quadratmeter großen Wasseroberfläche der Badebecken erzeugte jod- und salzhaltige Wasserdampf wirkt sich positiv auf das Mikroklima des Badeortes aus. Aber auch wegen der 2000 Sonnenstunden pro Jahr, dem 25 Hektar großen Strand, dem Bootssee und dem Aquapark ist Hajdúszoboszló ein ausgezeichnetes Reiseziel. Im Glockenhaus vor dem Strandbad ist eine Sammlung von patentierten Aluminiumglocken zu finden. Die Fresken der aus dem 18. Jahrhundert stammenden St.-Ladislaus-Kirche stellen die Geschichte über die Entdeckung des Heilwassers dar. Im Töpferhaus (Ady u. 2.) kann eine mit Nádudvarer schwarzer Keramik geschmückte Stube aus dem vergangenen Jahrhundert bewundert werden.
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| Hajdúszoboszló, Aquapark |
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Debrecen (H2)
Debrecen ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Wegen ihrer Rolle während der ungarischen Reformation erhielt sie im 16. Jahrhundert den Beinamen "das kalvinistische Rom". Das Wahrzeichen der Stadt ist die klassizistische reformierte Großkirche mit der spartanischen Einrichtung. Sie bietet 3000 Gläubigen Platz und ist damit die größte reformierte Kirche des Landes. Als Reliquie wird der Sessel von Lajos Kossuth (1802-1894) aufbewahrt, der am 14. April 1849 die Unabhängigkeit vom Haus Habsburg proklamierte. Das hohe Ansehen des auf eine große Vergangenheit zurückblickenden "Reformierten Kollegiums" (Kálvin tér 16.) entstand durch seine berühmten Studenten. Wegen seines ausgedehnten Schulnetzes wurde das Kollegium die "Schule des Landes" genannt. In dem 180 Jahre alten Gebäude befindet sich eine Ausstellung über die Schulgeschichte und die Kirchenkunst. Die denkmalgeschützte Großbibliothek bewahrt viele seltene Bücher auf, darunter mit 500.000 Bänden die größte kirchliche Büchersammlung Ungarns. Im Déri-Museum (Déri tér 1.) ist die monumentale Christus- Trilogie von Mihály Munkácsy ausgestellt.
Das ehrwürdige Hotel "Goldener Ochse" (Aranybika Szálló, Piac u. 11-15.) ist das älteste Hotel des Landes, das auch heute noch Gäste empfängt. Das klassizistische Gebäude des Rathauses (Piac u. 20.) gehört zu den schönsten seiner Art. Die an der Ecke der Böszörményi út stehende Mühle ist die größte Windmühle Mitteleuropas und ein Industriedenkmal. Der beliebte Park der Stadt, der "Großwald", steht seit dem Jahre 1939 unter Naturschutz. Ein Tiergarten, ein Vergnügungspark und ein botanischer Garten erwarten die Besucher. Mit dem Heilwasser des Bades im Großwald (Nagyerdei park 1.) werden chronische Gelenkentzündungen, Rheumabeschwerden, Knorpelabnutzungserscheinungen, Frauenleiden sowie Veränderungen am Knochensystem und Nervenschmerzen behandelt. Das benachbarte Wasserzentrum (Aquaticum) ist das ganze Jahr über geöffnet und bietet mit Höhlenbädern, Jacuzzi und Palmen ein mediterranes Erlebnis.
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| Debrecen, Reformierte Großkirche |
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Nyíregyháza (G-H2)
Nyíregyháza ist eine ruhige, freundliche Stadt, die mit blumengeschmückten Plätzen und gepflegten Parkanlagen zu angenehmen Spaziergängen einlädt und für ihre entwickelte Musikkultur und das rege gesellschaftliche Leben bekannt ist. Zu den wertvollsten Objekten des András-Jósa-Museums (Benczúr tér 21.) gehören die Gemälde des Nyíregyházaer Künstlers Gyula Benczúr (1844-1920) und die Erstausgabe der Werke des Schriftstellers Gyula Krúdy (1878-1933).
Nyíregyháza-Sóstógyógyfürdõ ist ein 4 km von der Stadt entfernt in einem 46 Hektar großen Eichenwald gelegener Kurort, den man auch mit der Kleinbahn erreichen kann. Wegen seines salzhaltigen Wassers ist er seit 300 Jahren ein beliebter Bade- und Erholungsort, hier kann man baden und mit dem Boot fahren. Auf dem 7,5 Hektar großen Gelände des Museumsdorfes (Nyíregyháza-Sóstó, Tölgyes u. 1.) werden die Sehenswürdigkeiten der oberen Theiß-Region in 5 Landschaftseinheiten in einer umfangreichen Freilichtausstellung vorgestellt: In den Werkstätten wird das Handwerk der Hutmacher, der Honigkuchenbäcker, der Siebmacher, Schuster und Stiefelmacher vorgestellt. Außerdem gibt es hier eine Schule, eine Feuerwehr, einen Glockenturm, eine Kirche, ein Pfarrhaus, eine Kneipe, einen Krämerladen und die im vergangenen Jahrhundert für das Dorfbild typischen Pforten von den Häusern der armen Bauern bis zu denen des Kleinadels.
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| Nyíregyháza, Museumsdorf |
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Máriapócs (H2)
Máriapócs ist ein bekannter Marienwallfahrtsort. Die griechisch-katholische Basilika (Kossuth tér) wurde wegen ihres Wunder bewirkenden tränenden Bildes der Heiligen Jungfrau bekannt. Obwohl der Kaiser das Bild nach dem Wunder von 1696 in den Wiener Stephansdom bringen ließ, geschah das Tränenwunder 1715 und 1905 auch auf der Kopie des Bildes. Papst Pius XII. erhob die 1756 errichtete Kirche von imposanten Ausmaßen in den Rang einer Basilika Minor. Wertvolle Erinnerungsstücke werden in der sakralen Sammlung der Basilika (Kossuth u. 17.) aufbewahrt.
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| Máriapócs, Prozession |
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Nyírbátor (H2) Die reformierte Kirche St. Georg (Báthory u. 24.) aus dem 15. Jahrhundert ist das gotische Meisterwerk des großen Architekten Pater Johannes aus dem Franziskanerorden. Die ursprünglich katholische einschiffige Saalkirche wurde als Grabmal der fürstlichen Familie Báthory mit gotischem Gitternetzgewölbe, reich verzierten, geschnitzten Säulenköpfen und Bleiglasfenstern errichtet. Der herrliche Klang der Orgel und die ausgezeichnete Akustik der Kirche sind das Geheimnis der berühmten Konzerte von Nyírbátor. Ein prachtvolles Werk ungarischer Holzschnitzkunst ist der Glockenstuhl aus Holz neben der Kirche, der größte und schönste im Lande. Die Originaleinrichtung der Kirche, die wunderschönen Sitzbänke im Renaissancestil sind ebenfalls Meisterwerke und heute im Budapester Nationalmuseum zu bestaunen. Die Kanzel und die Altäre der im Barockstil umgestalteten gotischen Minoritenkirche (Károlyi u. 19.) zählen zu den bedeutendsten Arbeiten der ungarischen Holzschnitzkunst des Barock, doch die schönsten Schmuckstücke der Kirche sind die den Leidensweg Christi darstellenden Kunstwerke des nach dem Auftraggeber benannten "Krucsay-Holzaltars".
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Tarpa (I1)
Eine einmalige Besonderheit ist die Trockenmühle mit ihren hölzernen Dachschindeln (Árpád u.). Einst wurde sie von Pferden angetrieben, heute ist sie ein Industriedenkmal. Der 45 Meter hohe Turm der aus dem 15. Jahrhundert stammenden Kirche wurde erst 300 Jahre später errichtet. Im Ortsmuseum (Kossuth u. 29.) kann man eine reiche Sammlung an Volkskunde-Exponaten besichtigen.
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Tákos (H1)
Die um 1760 erbaute reformierte Kirche (Bajcsy-Zsilinszky u.) ist ein Kleinod der volkstümlichen Architektur. Auf der aus 58 Kassetten bestehenden Decke gibt es nicht einmal zwei Blumensträuße, die sich gleichen. Der Glockenturm mit Holzschindeln wurde - wie überall in diesem Gebiet - neben der Kirche errichtet.
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Csaroda (H1)
Die wertvolle Kirche steht hier schon seit mehr als 700 Jahren (Kossuth u.). Ihre Wände wurden 1640 gekalkt und von den neuen reformierten Besitzern mit Blumenmotiven geschmückt. Die Restaurierung brachte Anfang des 20. Jahrhunderts die ursprünglichen Fresken, die Heilige und Apostel darstellen, an den Tag. Der zweitürmige sechseckige Glockenstuhl wurde erst im 18. Jahrhundert erbaut.
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| Csaroda |
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Túristvándi (I1)
Die riesigen Räder der heute noch funktionierenden Wassermühle aus dem 18. Jahrhundert werden vom Wasser des Flusses Túr angetrieben, ein Schleusensystem reguliert den Wasserstand des Flusses. Der Original-Glockenturm mit Holzschindeln der 500 Jahre alten gotischen reformierten Kirche der Gemeinde kann im Ethnographischen Freilichtmuseum (Szabadtéri Néprajzi Múzeum) von Szentendre besichtigt werden.
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Kalocsa (D-E4)
Die an den Dachrinnen der Häuser aufgehängten und zu Kränzen gebundenen Paprikaschoten, die den Speisen die richtige Würze geben, die bunten Blumenmalereien an Wänden und Gängen, die Blütenmotive der hauchfeinen weißen Spitzen und die Volkstrachten haben den Namen der Stadt Kalocsa in der Welt bekannt gemacht. Die schönsten Stickereien und Volkstrachten sieht man im Landschaftshaus der Volkskunst (Tompa Mihály u. 7.) und im Museum des ungarischen Gewürzpaprikas (Szent István király út 6.).
Auf der Orgel der zweitürmigen, im italienischen Barockstil erbauten, imposanten erzbischöflichen Basilika (Szentháromság tér 1.), die zu den größten in Ungarn gehört, spielte Franz Liszt mehrere Male. Unter den in der Schatzkammer der Basilika (Fõszékesegyházi Kincstár, Szentháromság tér 1.) aufbewahrten 110 Kunstwerken befinden sich auch die Herme des Heiligen Stephan, die Hauptreliquie des ersten Königs von Ungarn, der das Erzbistum Kalocsa im Jahre 1009 gründete.
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| Kalocsaer Volkstracht |
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Hajós (D-E4)
In Europa gilt das aus 1200 Kelterhäusern bestehende Dorf als Phänomen. Die im Mittelalter angesiedelten Schwaben begannen einst mit dem Bau der aneinandergereihten Kelterhäuser von gleicher Größe und gleichem Stil. In den in den Lößgrund getriebenen Kellern reifen feurige und wohlschmeckende Weine, in den Weinhäusern des Kellerdorfes werden auch Unterkunftsmöglichkeiten angeboten.
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| Hajós, Kellerdorf |
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Kecskemét (E-F4)
Der Kecskeméter Aprikosenschnaps, die mit farbigen Keramikverzierungen geschmückten Jugendstilgebäude und die "Kodály-Methode" machten die Stadt weithin bekannt. Auf dem weiten, von Promenaden gegliederten Kossuth tér stehen imposante Gebäude, darunter das Rathaus (Nr. 1) mit seinem glasierten Ziegeldach und seinen farbigen Blumenverzierungen. Die Wandmalereien und Prunksäle machen das Bauwerk des ungarischen Jugendstils zu einem der schönsten Rathäuser des Landes. Die Melodie des jede Stunde erklingenden Glockenspiels komponierte Zoltán Kodály (1882-1967). Studenten aus aller Welt nehmen an den Kursen des Musikpädagogischen Instituts Zoltán Kodály (Kodály Zoltán Zenepedagógiai Intézet, Kéttemplom köz 1.) teil, um die Musikpädagogik des großen ungarischen Komponisten in seiner Geburtsstadt zu studieren. Die vor 600 Jahren erbaute, ursprünglich gotische Franziskanerkirche St. Nikolaus (Szent Miklós-templom, Nr. 5.) mit ihrem reich geschmückten barocken Innenraum ist die älteste Kirche der Stadt. Vor der Kirche befindet sich ein Kreuzweg. Die Grundmauern der reformierten Kirche (Nr. 3) wurden im 15. Jahrhundert errichtet. Die größte Kirche der Die Puszta und der Theiß-See im Zopfstil ist die Großkirche oder "alte Kirche" auf dem Kossuth tér.
Der mit bunten Blumenmustern verzierte Palast "Cifrapalota" (Rákóczi u. 1.) ist ein herausragendes Gebäude des ungarischen Jugendstils. Im Palast ist die Sammlung der Gemäldegalerie von Kecskemét untergebracht, in der sich Werke der ungarischen Malerei aus dem 19. und 20. Jahrhundert befinden. In der ehemaligen, im romantisch-maurischen Stil errichteten Synagoge ist jetzt das Haus der Wissenschaft und Technik (Tudomány és Technika Háza, Rákóczi u. 2.) zu besichtigen, wo auch die Gipsmodelle von 15 Statuen von Michelangelo Buonarotti aufbewahrt werden. In der Stadt gibt es mehrere Museen und Sammlungen von landesweiter Bedeutung. Die Werke der namhaftesten ungarischen Volkskünstler bereichern die Sammlung des ungarischen volkstümlichen Kunstgewerbemuseums (Magyar Népi Iparmûvészeti Múzeum, Serfõzõ u. 19/A). Die größte, aus fast 2500 Gemälden und Plastiken bestehende Sammlung naiver bildender Kunst ist im ungarischen Museum für naive Kunst (Magyar Naiv Mûvészek Múzeuma, Gáspár András u. 11.) zu sehen. Das Spielzeugmuseum und die Werkstatt Szórakaténusz stellen mehr als zehntausend Modelleisenbahnen sowie Spielzeug vom Beginn des 20. Jahrhunderts aus. Volkstümliche Spielsachen und Musikinstrumente für Kinder sind hier ebenfalls zu besichtigen. Das einzige Museum für Fotografie des Landes zeigt 3000 Objekte (Magyar Fotográfiai Múzeum, Katona József tér 12.). 1500 Instrumente aus aller Welt sind in der Instrumentensammlung Leskowsky (Leskowsky Hangszergyûjtemény, Zimay u. 6/A). ausgestellt. Ein besonderes Erlebnis bietet sicher die mit einer Obstler-Verkostung verbundene Besichtigung der Zwack Obstschnapsbrennerei und der Ausstellung in der Zwack Unicum AG (Matkói u. 2.).
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| Kecskemét, Synagoge |
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| Kecskemét, Theater |
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| Kecskemét, Cifra-Palast |
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Bugac (E4)
Die 11.000 Hektar große Bugac-Puszta wurde von der UNESCO als Biosphären-Reservat anerkannt. Sie ist der am häufigsten besuchte Teil des aus neun Einheiten bestehenden Nationalparks Kiskunság. In den hier ausgebauten Touristik-Zentren werden regelmäßig Reitervorführungen veranstaltet (Reiterkunststücke, Reiten, Kutsche fahren), deren spektakulärste Elemente das Treiben der Herde und die Vorstellung des atemberaubenden Puszta-Fünfers sind, wenn der Treiber von fünf galoppierenden Pferden auf dem Rücken der beiden letzten Pferde die Balance hält. Den Alltag der Hirten, den Bau einer Hütte und die Schnitzereien der Hirten veranschaulicht die Ausstellung im Hirtenmuseum (Pásztormúzeum, Bugac-puszta), während das Museum für Fortswirtschaft der Die Puszta und der Theiß-See (Alföld-fásítási Múzeum, Felsõmonostor 545.) die Geschichte der Wälder, Flora, Fauna und Bewirtschaftung vorstellt.
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| Bugac |
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Csongrád (F4)
Am Zusammenfluss von Theiß und Körös liegt diese gemütliche Stadt mit ihren Parks und Grünanlagen, deren besonderer Schatz die Innenstadt ist, wo aus 32 schilfgedeckten Häusern das einmalige Ensemble volkstümlicher Architektur in Form einer Siedlung zu finden ist. Das Csongráder Museumshaus (Gyökér u. 1.) besteht eigentlich aus zwei Gebäuden, dem "alten Haus" und dem "großen Haus". Ganz in der Nähe erwarten der Strand und das Erholungszentrum von Körös-torok die Besucher. Der Strand mit dem feinen Sand und das flache Wasser sind auch für Familien mit Kleinkindern bestens geeignet.
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| Csongrád, Fischerhaus |
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Szarvas (F-G3)
Eine Sehenswürdigkeit der am Ufer der Körös gelegenen Kleinstadt ist das am Ortsrand angelegte, auch unter dem Namen Pepi-Garten bekannte Szarvaser Arboretum. In einem 82 Hektar großen Park gedeihen mehr als 1600 Bäume und Büsche, darunter viele exotische Exemplare. In der von dem international bekannten Wissenschaftler, Landwirt, Pädagogen und evangelischen Pfarrer Sámuel Tessedik (1742- 1820) gegründeten, 200 Jahre alten ungarischen landwirtschaftlichen Schule befindet sich heute ein Museum, das die Geschichte der Stadt und die Geographie der Landschaft vorstellt (Vajda Péter u. 1.). Die auch heute noch funktionstüchtige Mühle (Ady Endre u. 1.) ist eine von drei erhaltenen Trockenmühlen in Ungarn, in denen Grütze und Getreide gemahlen wurden. Das slowakische Heimatmuseum (Hoffmann János u. 1/A) ist ein mit rund 1000 Gegenständen eingerichtetes Bauernhaus aus dem 19. Jahrhundert. Der Nationalpark Körös-Maros und das Körös-völgyer Besucherzentrum stellen die Welt der Auwälder und Salzsteppen vor. Die 30 km lange Holt-Körös ist das fünftgrößte stehende Gewässer des Landes und ein ideales Erholungsgebiet für Familien, Kindergruppen, Wassertouristen und gleichzeitig ein ausgezeichnetes Gebiet für Angler. Hier können elf Fischarten geangelt werden.
Sehenswert sind auch das Denkmal in Form einer Windmühle am Ufer, das den Mittelpunkt des historischen Ungarn markiert, der von Holzfiguren gesäumte Gedenkweg sowie das Schloss Bolza (Szabadság u. 2.) mit der Bronzefigur, einer kapitolinischen Wölfin.
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| Szarvas, Schloss Bolza |
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| Szarvas, Trockenmühle |
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Szeged (F4-5)
Szeged kann mit 2100 Sonnenstunden im Jahr aufwarten, deshalb trägt die Stadt am Zusammenfluss von Theiß und Maros zu Recht den Namen "Stadt des Sonnenscheins". Nach der Flutkatastrophe der "blonden Theiß" von 1879 hatte man mit internationaler Unterstützung eine gut geplante neue Stadt mit prächtigen Jugendstilbauten und eklektischen Gebäuden errichtet. Auf dem Domplatz reihen sich sehenswerte Gebäude aneinander: der Bischofspalast, die Hochschule für Religionswissenschaft, die Institute der Universität, das katholische Konvikt, die Somogyer Bibliothek und die medizinische Universität. Die monumentale, 1930 im neoromanischen Stil errichtete und auch als Gelöbniskirche bekannte Bischofsbasilika, die 5000 Gläubigen Platz bietet, wurde aus Dankbarkeit von den Überlebenden der Hochwasserkatastrophe errichtet. Die Glocke wiegt 86 Zentner und ist die zweitgrößte Ungarns. Am Deckengewölbe des Kirchenchors befindet sich ein wunderschönes Mosaikbild, auf dem die Madonna in einem bestickten Trachtenmantel, dem Szûr, und in Szegediner Pantoffeln dargestellt ist. Die Orgel mit fünf Registern und 9040 Pfeifen erklingt häufig bei Orgelkonzerten und zählt zu den größten des Landes. Der Demetriusturm gehört zu den Überresten der Kirche aus dem 13. Jahrhundert. In der nationalen Gedenkhalle stehen die Statuen von mehr als einhundert hervorragenden Repräsentanten der ungarischen Literatur, Kunst und Wissenschaft. Die Figuren der "Musikuhr" sind um 12.15 Uhr und um 17.45 Uhr für 5 Minuten sichtbar. Jeden Sommer ist der Platz Austragungsort der international bekannten Freilichtspiele von Szeged. In der griechisch-orthodoxen serbischen Kirche (Révai u.) ist die aus Birnbaumholz kunstvoll geschnitzte, durchbrochene Rokoko-Ikonostase mit 80 Ikonen von herausragendem kunstgeschichtlichem Wert. Den mit den Statuen großer ungarischer Persönlichkeiten geschmückten Széchenyi-Platz beherrscht das im Neobarock-Zopfstil erbaute Rathausgebäude (Nr. 10.) mit seinem Turm. Das Reök-Palais (Tisza L. krt. 56.) ist ein Kunstwerk des Jugendstils. Das monumentale Gebäude der neuen Synagoge (Ecke Hajnóczy u.-Gutenberg u.) mit maurischen und Jugendstilelementen zählt zu den schönsten jüdischen Gebetshäusern in Europa. Im Mittelalter wurde keine größere Kirche in der Die Puszta und der Theiß-See gebaut als die "Kirche Maria Schnee" bzw. das Franziskanerkloster (Alsóváros, Mátyás király tér), das spätgotische Baudenkmalensemble aus dem 15./16. Jahrhundert. Von den beiden Gnadenbildern ist eines ein Abbild der "Schwarzen Madonna" von Czestochowa.
Weltbekannte Produkte der Stadt sind die unerreichte Pick Salami und Szegediner Paprika, durch den die ungarischen Gerichte ihre typische Würze erhalten und der auch reichlich der Fischsuppe zugegeben wird. Das Museum der Pick Salami und des Szegediner Paprikas (Felsõ Tisza-part 10.) informiert über das Verfahren der Salamiherstellung und deren Geschichte ab 1869. Eine Sammlung von Kakteen, Palmen und anderen exotischen Pflanzen wurde im Universitäts-Garten (Füvészkert, Lövölde u. 42.) angelegt. Eine der letzten Windmühlen der Die Puszta und der Theiß-See ist die Mühle von Kiskundorozsma (Kiskundorozsma, Bölcs u.).
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| Szeged, Gelöbniskirche |
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| Szeged, Volkstänzer |
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Ópusztaszer (F4)
In der Umgebung des Gedenkparks haben die vor 1100 Jahren im Karpatenbecken ankommenden ungarischen Stämme ihre ersten Gesetze erlassen. Das Denkmal ihres Anführers, des Stammesoberhauptes Árpád, steht seit 108 Jahren in dem Nationalen Historischen Gedenkpark (Nemzeti Történeti Emlékpark, Szoborkert 68.). Eine der Attraktionen des Gedenkparks ist das größte Gemälde der Welt, das in jedem Jahr Tausende von Besuchern anlockt: das Feszty- Panorama, welches die Landnahme der Ungarn darstellt. Der Maler Árpád Feszty und seine Künstlerfreunde vollendeten 1894 das vom Publikum begeistert aufgenommene Monumentalgemälde. Das 1760 Quadratmeter große Panoramabild mit rund 2000 Figuren ist in einem dafür errichteten Gebäude zu besichtigen. In der Ausstellung mit dem Titel Promenade 1896 lassen die lebensgroßen Figuren in stilgerechten Kostümen die Stimmung des ausgehenden 19. Jahrhunderts in den kleinen und großen Städten aufleben. Im Ruinengarten kann man die Geschichte einer der ältesten Kirchen des Landes, des Benediktinerklosters von Szer aus dem 11. Jahrhundert verfolgen. Aus 2000 Einzelstücken haben die Archäologen die 500 kg schwere St.-Gellért-Bronzeglocke zusammengesetzt. Das ethnografische Freilichtmuseum informiert über die Lebensweise in der Die Puszta und der Theiß-See im 19. Jahrhundert. Die Präsentation landwirtschaftlicher Maschinen stellt die typischen Arbeitsmittel in den Bauernwirtschaften vor.
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| Ópusztaszer |
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Mezõhegyes (F-G4)
Mezõhegyes wurde durch seine in dem königlichen Gestüt gezüchteten ungarischen Pferde der Rasse Nonius international bekannt. Das Institut des 1784 gegründeten königlichen Gestüts (Kozma u. 30.) hinterließ als eines der bedeutendsten europäischen Gestüte seiner Zeit fast 60 mit hohem ästhetischem Anspruch errichtete agrargeschichtliche Baudenkmäler im Stil des Spätbarock. Die zwei Triumphbögen im Empirestil, die überdachte Reithalle, die ehemalige Kaserne der Kavallerieoffiziere - heute ein Hotel, das mit Mobiliar aus der damaligen Zeit eingerichtet wurde - und das Gebäude der Kommandantur des Gestüts empfangen die Besucher in ihrer ursprünglichen Schönheit. Das Kutschenmuseum (Kozma u. 32.) beherbergt eine Sammlung von ungarischen Kutschen und Gespannen, Schlitten, Pferdegeschirr und Kutscherkleidung.
Architektonische Seltenheiten von nationaler Bedeutung und hohem Wert sind hier auf engem Raum zu finden. Das einzige in Holzkonstruktion mit Holzbalken errichtete Gebäude des Landes ist das Restaurant Centrál (Kozma F. u. 22.) im Neorenaissancestil. Als größtes Dreschhaus Ungans gilt das Gebäude Öregcsûr (Kossuth u. 10.), ein besonders schöner Bau im Empirestil ist der zentrale Getreidespeicher (Hild János u.). Die Unterkünfte der Hirten, die von außen durch in die Erde versenkte Öfen beheizt wurden (zwei in der Meierei 18 und einer in der Meierei 48) und die Türme der sieben Hafersilos (zwei in der Meierei 18, je einer in den Meiereien 23, 39, 56, 66 und 79) sind Besonderheiten der Landwirtschaftsgeschichte.
In der Umgebung der Stadt erstrecken sich schöne Jagdreviere, in denen Fasane, Hasen, Rehe und Damhirsche gejagt werden. Der Froschteich ist wegen seines Fischreichtums besonders bei den Anglern beliebt.
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| Mezõhegyes |
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Gyula (G4)
Blumen, Rosengärten, grüne Parks und romantische Spazierwege, wohin das Auge blickt: Gyula ist ein ideales Reiseziel für Menschen, die Ruhe und Erholung suchen. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Burg aus dem 15. Jahrhundert, die einzige erhalten gebliebene, aus Ziegelsteinen erbaute Burg in Mitteleuropa. Im Hof der Burg finden alljährlich im Sommer Aufführungen des Gyulaer Burgtheaters statt. Eines der schönsten Heilbäder von Ungarn ist das Burgbad (Várkert), das sich im 8,5 Hektar großen Park des der Burg gegenüberstehenden Schlosses Almásy befindet. Neben Heilwasserbecken im Freien und im Gebäude bieten die Erlebnisbäder, das Kinder-Wasserparadies, die Sprudel- und Wellenbäder Vergnügen für Besucher jeder Altersstufe. Sportler können die Schwimmbecken im Freien und die Hallenbäder nutzen. Die einhundertjährige Konditorei (Százéves cukrászda, Erkel tér 1.) ist die zweitälteste Patisserie des Landes (1840) und bis heute mit dem Originalmobiliar eingerichtet. Der berühmte Sohn der Stadt ist Ferenc Erkel (1810-1893), Schöpfer der ungarischen Oper, Komponist von Bánk bán und Hunyadi László. Er vertonte auch die ungarische Nationalhymne. In seinem früheren Wohnhaus, dem Ferenc-Erkel-Gedenkhaus (Apor Vilmos tér 7.), kann man sein Harmonium, handgeschriebene Noten und Familienfotos besichtigen. Ein in Ungarn einmaliges, wertvolles und stimmungsvolles Museum präsentiert den bürgerlichen Lebensstil und die Wohnkultur: das Ladics-Haus (Jókai u. 4.). Hier kann man auch künstlerisch gestaltete Möbel und Meißener Porzellan bewundern. Der Dürer-Saal (Kossuth L. u. 17.) wurde nach dem großen deutschen Maler Albrecht Dürer, dessen Vater aus Gyula stammte, benannt. Man hat hier die Möglichkeit, eine Ausstellung über die Geschichte der Burg mit dem Titel "Gyulas Jahrhunderte" zu besichtigen. Die Kutten ungarischer Ordensleute sind Bestandteil der Sammlung von Gnadenbildern und Andenken der Heiligen Jungfrau Maria (Szûz Mária-kegy- és -emléktárgyak Gyûjteménye, Apor Vilmos tér 11.). Das Gehöftmuseum (Tanyamúzeum, 8 km) präsentiert die Lebensweise der Bauern und die landwirtschaftlichen Geräte des 19. und 20. Jahrhunderts. Ein berühmtes Produkt der Stadt ist die "gyulai kolbász", die Paprika-Dauerwurst, deren Entstehungsgeschichte in der historischen Sammlung der Fleischindustrie (Húsipari Üzemtörténeti Gyûjtemény, Kétegyházi út 1.) vorgestellt wird. |
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| Gyula, Hundertjährige Konditorei |
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| Gyula, Ziegelburg |
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| Gyula, Burgbad |
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