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Martonvásár (F5) Die kaum dreißig Autominuten von Budapest entfernte
Stadt Martonvásár ist im Sommer ein beliebter Ausflugsort für Liebhaber der
klassischen Musik. Im berühmten Schloss Brunszvik und im vierzig Hektar
großen englischen Garten finden alljährlich in den Monaten Juli und August
international anerkannte Beethoven-Konzerte statt. Die Bühne befindet sich auf
einer Insel im See, umgeben von einem wunderschönen Park. Dieses besondere
Ambiente verleiht den Veranstaltungen, an denen namhafte Solisten und
berühmte Kammerorchester aus Ungarn teilnehmen, ein zauberhaftes Flair.
Das Schloss diente einst dem Komponistengenie für kurze Zeit als
Wohnstätte. Beethoven war mehrmals Gast in dem Gebäude aus dem 18.
Jahrhundert, das später im englisch-neogotischen Stil umgebaut wurde.
Viele seiner berühmten Werke schuf er hier, zum Beispiel die Sonate
„Appassionata”. Einige historische Legenden berichten auch von einer
Liebesgeschichte. Wer allerdings von den weiblichen Mitgliedern der
gräflichen Familie die unsterbliche Muse des Komponisten war, weiß man
heute nicht genau. Es wird vermutet, es sei Teréz Brunszvik gewesen, die
sich später mit der Gründung des ersten Kindergartens in Ungarn einen
Namen gemacht hat.
Das Schloss und auch das hier untergebrachte Beethoven-Museum haben
viel Sehenswertes zu bieten. Hier sind Notenblätter, der Flügel, auf dem der
Komponist spielte, eine Haarlocke von Beethoven und die Briefe ausgestellt,
die er an die Damen der Grafenfamilie schrieb bzw. von ihnen bekam. Das
Schloss ist auch Sitz des landwirtschaftlichen Forschungsinstituts der
Ungarischen Akademie der Wissenschaften.
Majkpuszta (E4) Nicht nur Ruhe und Stille, sondern auch die Wälder des Vértes-Gebirges
umgaben die einst in Majkpuzsta lebenden Kamaldulenser Mönche, die ein Schweigegelübde
abgelegt hatten. Auch heute noch ist der hiesige denkmalgeschützte Gebäudekomplex zwischen
den Bäumen versteckt: die in separaten Häusern eingerichteten Zellen, das barocke
Klostergebäude aus dem 18. Jahrhundert und der unversehrt gebliebene Turm des im Laufe der
Zeit eingefallenen Kirchengebäudes. Die damals zum Herzogtum Esterházy gehörende Einsiedelei
und deren Umgebung sind etwas Besonderes. Um die Kirche herum stehen die Mönchshäuser in
drei Reihen symmetrisch angeordnet. Jedes dieser Häuser hat vier Räume, in jeder dieser Zellen hat
jeweils ein Einsiedler gewohnt. Heute werden diese Häuser als Touristenunterkünfte genutzt. Man
kann sich hier eine Unterkunft mieten und ein paar Tage lang wie früher die Einsiedler leben. Das
Glockenspiel des Kirchturms lässt jede Viertelstunde Barockmusik, Abschnitte aus dem 1711 komponierten
Werk „Harmonia Caelestis” des Musikers Pál Esterházy, erschallen.
Csókakõ (E5) Im Mittelalter galt diese Burg, die zum Schutz der Straße von Gyõr nach Komárom
errichtet worden war, als uneinnehmbar. Von dem Festungsbau aus dem 13. Jahrhundert sind bis
heute noch einzigartige Details erhalten geblieben, wie zum Beispiel das schöne gotische Tor. Das in
den Jahren um 1750 besiedelte Dorf am Fuße der Burg gehört zu den idyllischsten Orten im Vértes-
Gebirge. Csókakõ liegt im Weingebiet von Mór, dessen berühmter Wein der Ezerjó ist und von dem
viele behaupten, in diesem Gebiet würden die besten Trauben dieser Rebsorte angebaut. Heute ist der
eintausend Einwohner zählende Ort ein beliebtes Urlaubsziel im Dorftourismus. Besonders Wanderer
mögen diese Gegend sehr, denn hier verläuft eine der bekanntesten Wanderrouten des Landes.
Nádasdladány (E5) Der Ort ist wegen seines Schlosses im Tudorstil berühmt. Das ursprünglich im
Barockstil errichtete Wohnhaus der Adelsfamilie Nádasdy aus dem 18. Jahrhundert hat einhundert
Jahre später seine heutige Form erhalten. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die Bibliothek mit ihrer
eleganten Holzdeckentäfelung, den gedrechselten Säulen und der verzierten schmiedeeisernen Galerie.
Der so genannte Ahnensaal ist vollständig mit geschnitzten Holztafeln verkleidet. Früher befand sich
hier an den Wänden die Ahnengalerie der Familie Nádasdy. Ein Teil des Schlossgartens steht unter
Naturschutz. Hier gedeihen so seltene Pflanzen wie die andalusische Birke und der Blauglockenbaum.
Fehérvárcsurgó (E5) Sowohl eine schöne Landschaft als auch eine historische Atmosphäre hat
Fehérvárcsurgó zu bieten, an dessen Ortsgrenze schon zur Eisenzeit eine Erdfestung gestanden
hatte und wo neun Fürstengrabhügel aus der Zeit um 1000 v.Chr. erhalten geblieben sind. Die
katholische Dorfkirche ist nicht nur wegen ihrer Grundmauern aus dem 12. Jahrhundert
berühmt, sondern auch aufgrund der Statue der Csurgóer Madonna, die der aus
Fehérvárcsurgó stammende Bildhauer Amerigo Tot, der lange Zeit in Italien gelebt hat,
seinem Heimatort vermacht hat. Das von einem 45 Hektar großen englischen Garten
umgebene Schloss Károly wird gegenwärtig restauriert. Es umfasst einhundert Zimmer,
verzierte Säle und eine Kapelle auf dem Hof. Das hier eingerichtete Kulturzentrum wird
als Austragungsort für europäische Treffen und Veranstaltungen genutzt.
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| Vértes-Gebirge |
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| Nádasdladány, Schloss Nádasdy |
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| Majkpuszta |
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| Martonvásár, Beethoven-Konzert |
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