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Hungarian Specialities, Special Attractions | Regional Karte | Veranstaltungen
Europa-Preis – Denkmalschutz
Alte Städte – überlieferte Traditionen
Wo die Vergangenheit Gegenwart ist
Sehenswertes entlang der Donau
Stadt der Könige
Auf den Spuren weltberühmter Künstler
Das erste Bistum
Wo das Badeleben seinen Anfang nahm
Barock und Volksbarock
In mediterranen Gefilden
Auf den Straßen feuriger Weine
Geschenke der Natur
 
     

Gyõr (D4) Die Stadt ist genauso weit von Wien wie von Budapest entfernt. Es ist kein Zufall, dass sie in fast jeder historischen Ära eine bewohnte Siedlung war, da hier auch in der Kelten- und in der Römerzeit eine wichtige Handelsstraße durch die von Flüssen zerschnittene Landschaft führte, wo die am leichtesten zu überquerenden Furten sich gerade in der Umgebung von Gyõr befanden. Die Kelten, Römer und Magyaren bauten auf den Hügeln neben den Furten. Auch der tausendjährige Bischofssitz, das älteste Zentrum der berühmten Schulstadt wurde auf dem Káptalan-Hügel, einem Gebiet zwischen drei Flüssen, der gemächlichen Wieselburger Donau (Mosoni-Duna), der turbulenten, lebendigen Raab (Rába) und ihrem Nebenfluss Rábca, erbaut. Heute zählt er zu den angenehmsten Winkeln der Stadt mit vielen historischen Sehenswürdigkeiten. In der Bischofsburg geben sich der signifikante, mit Sgraffito verzierte stumpfe Turm aus dem 13. Jahrhundert und eine Kapelle aus dem 15. Jahrhundert ein Tete-a-Tete. Diese sind die ältesten Gebäude der Stadt. In der aus dem 15. Jahrhundert stammenden Kapelle des eklektischen Doms wird die wertvollste Schöpfung der ungarischen Goldschmiedekunst aufbewahrt, die aus Silber gefertigte und vergoldete Herme mit der Kopfreliquie des Heiligen Ladislaus, die anlässlich der Heiligsprechung des Königs angefertigt wurde. Das strenge Gebäude des alten Priesterseminars beherbergt eine wertvolle kirchenhistorische Sammlung, eine Schatzkammer und eine Bibliothek, hier ist der größte Kodex des Landes zu sehen. Das Wahrzeichen der Stadt, der schmiedeeiserne Hahn, ist die Zierde des Brunnenhauses auf dem Donautorplatz (Duna-kapu tér). Nach der Legende wurden die Einwohner von Gyõr in der Zeit der Türkenherrschaft vom Statthalter damit in Angst und Schrecken gehalten, die Stadt komme von den Türken nicht frei, solange der auf der Burgmauer angebrachte Wetterhahn nicht krähe. Ein mutiger junger Mann aus Gyõr kletterte also zum Hahn hinauf und krähte an seiner Stelle. Am nächsten Tag kamen die Befreiungstruppen in der Burg an. Die Stadt an der Flussmündung ist trotz ihrer zentralen Lage und der industriellen und kommerziellen Bedeutung eine behagliche Kleinstadt geblieben, wo es an sonnigen Wochenenden noch heute Mode ist, in der barocken Innenstadt zu promenieren. Das neue Kur-, Thermal- und Erlebnisbad bietet den Besuchern der Stadt eine ausgezeichnete Erholungsmöglichkeit. Auch die Umgebung ist attraktiv, die kleineren und größeren Dörfer sind für ihre Kirchen und Schlösser bekannt. Westlich der Stadt, wo sich die Donau verzweigt, sind mehrere kleinere und größere Inseln und Sandbänke entstanden. Das Inselgebiet Szigetköz ist reich an Vögeln und Naturschönheiten. Dieses Wasserlabyrinth kann man nicht nur mit Boot, Kajak oder Kanu befahren, sondern auch mit dem Pferd oder Fahrrad erkunden.

Pannonhalma (D4) Eintausend Jahre nach ihrer Gründung wurde die Benediktiner- Erzabtei von Pannonhalma einschließlich ihrer Umgebung auf die Liste des UNESCOWeltkulturerbes gesetzt. Die ersten Mönche kamen auf Einladung des Fürsten Géza 996 in Pannonhalma an, ihre kleine Kirche weihten sie im Jahre 1001 auf dem St.-Martins-Berg ein. „Ora et labora” – bete und arbeite – war das Motto der Benediktiner. Der Lehrorden schuf in Pannonhalma ein hervorragendes geistiges Zentrum. In der mit 360.000 Bänden zu den größten der Welt zählenden Benediktiner-Bibliothek und dem Archiv wird das erste schriftliche Dokument in ungarischer Sprache aufbewahrt. Die Unterkirche der Basilika aus dem 13. Jahrhundert ist über tausend Jahre alt, ihr Kreuzgang ist Ungarns einziger unversehrter mittelalterlicher, mit Bandrippen versehener Rundgang. Im Kloster wird ein Gymnasium mit Internat unterhalten und es gibt einen „Klostershop”, wo wir die in der Abtei hergestellten individuellen Heilkräutertees, Weine und die zur Erhaltung unserer seelischen Gesundheit notwendigen Gegenstände finden können.

Komárom (E4) Die gesamte Geschichte dieser Stadt an der Donau wurde durch ihre strategische Lage bestimmt. Unter dem Namen Brigetio stand eine römische Festung am Donau-Ufer, das die Grenze, den Limes des Reiches darstellte. Der erste ungarische König ließ hier eine Erdburg errichten. Auch die Herrscher der späteren Epochen sparten nicht am Festungsbau. Auf der ungarischen Seite stehen drei und am gegenüberliegenden Ufer, in der Slowakei, fünf Festungen. Die größte Festung wurde auf Anweisung des deutsch-römischen Kaisers und ungarischen Königs Franz I. erbaut. An der Monostori-Festung arbeiteten zweitausend Maurer und zehntausend Hilfsarbeiter. Das zum Teil unterirdisch angelegte Bauwerk, das auch das „Gibraltar der Donau” genannt wird, wurde auch in Friedenszeiten von vierhundert Kanonen beschützt. Seine Aufgaben waren die Gewährleistung der Sicherheit des Schiffsverkehrs und der Passanten sowie der Schutz der Verkehrsstrecke Budapest–Wien. Die überwältigend große Klosterfestung ist die größte neuzeitliche Festung Mitteleuropas. In den bereits wiederhergestellten Gewölbesälen ist unter anderem auch eine stadtgeschichtliche Ausstellung zu sehen.

Tata (E4) Die Stadt hat zwei größere Seen und über hundert Quellen. Am Ufer des Öreg-tó („Alter See”) steht die einzige erhalten gebliebene ungarische Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert. Das ursprünglich als königlicher Sommerpalast und später als Jagdschloss vorgesehene Gebäude war in der Zeit von König Matthias eines der schönsten Renaissancegebäude. Die heute vorhandenen barocken und romantischen Stilmerkmale wurden erst in späteren Zeiten ergänzt. In der Burg ist eine lokalhistorische Sammlung ausgestellt, unter anderem Gegenstände der berühmten Fayence-Herstellung von Tata. Die Umgebung des Öreg-tó steht unter Naturschutz, der See ist eine Station für Zugvögel, in erster Linie für Wildgänse. Am Stadtrand wurde am Ufer des Cseke-tó (Cseke-See) Ungarns erster englischer Garten mit Baumraritäten, Kunstruinen, Bächen, Wasserläufen und kleinen Brücken angelegt.

Vértesszõlõs (E4) Der Name des in der Nähe von Tata gelegenen Dorfes wurde Wissenschaftlern, die sich mit der Urgeschichte beschäftigen, im Jahre 1965 zu einem Begriff. Damals, am Samuelstag stieß man in einem verlassenen Steinbruch auf eines der ältesten Schädelknochenstücke eines Urmenschen in Europa. Das Alter des Fundes wird auf 350.000 Jahre geschätzt. Der auf den Namen Samu getaufte Urmensch und seine Gefährten hinterließen den Forschern eine wahre Schatzgrube: einen Hinterhauptknochen, Fußabdrücke, Werkzeuge und eine Feuerstelle. An der Freilichtpräsentationsstätte sind unter dem Schutz eines Glaspavillons 200 verschiedene Abdrücke von Urpflanzen und die versteinerten Fußabdrücke damaliger Tiere zu sehen.

Tata
 
Pannonhalma, Basilika
   
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