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Hungarian Specialities, Special Attractions | Regional Karte | Veranstaltungen
Europa-Preis – Denkmalschutz
Alte Städte – überlieferte Traditionen
Wo die Vergangenheit Gegenwart ist
Sehenswertes entlang der Donau
Stadt der Könige
Auf den Spuren weltberühmter Künstler
Das erste Bistum
Wo das Badeleben seinen Anfang nahm
Barock und Volksbarock
In mediterranen Gefilden
Auf den Straßen feuriger Weine
Geschenke der Natur
 
     

Õrség (A–B6) Diese unberührte Landschaft und ihre 18 kleinen Dörfer ziehen den von Stress und Smog erschöpften Stadtmenschen wie ein Magnet an. Die besondere Bauweise, Handwerkskünste und Bräuche entstanden, indem die hier lebenden Menschen, deren Vorfahren nach der Landnahme (896) im Gebiet Õrség angesiedelt worden waren, unaufhörlich von der Natur auf die Probe gestellt wurden. Ihre Aufgabe war der Schutz der Grenze und der Passanten (der Name Õrség bedeutet „die Warte”). Grund und Boden für das Haus gewann man der Natur durch Waldrodung ab und da die Täler feucht und schwierig zu begehen waren, baute man auf kleineren Anhöhen. So entstand eine einzigartige Siedlungsform, die so genannte „Szer”-Siedlung (Weiler). Auf den einzelnen Hügelkuppen lebte jeweils eine Familie – eine Großfamilie, d. h. 20–25 Personen. So viele Münder mussten auch in der schwierigen Winterzeit gestopft werden, wenn der Schnee die Dörfer von der Außenwelt abschnitt. Die Bewohner der Õrség stellten sich größtenteils auf Selbstversorgung ein, da sie überwiegend nur auf sich selbst zählen konnten. Aus dem hervorragenden Ton aus der Umgebung fertigten sie Tongefäße, aus Holz schnitzten sie ihre Werkzeuge, zimmerten sie ihre Möbel bzw. aus Zweigen flochten sie ihre Körbe. In den meisten Häusern gab es eine Werkstatt bzw. eine Schnitzkammer.
Im Gebiet der Õrség arbeiten heute noch Töpfer. In den Höfen der Meister der drei Dörfer Velemér, Gödörháza und Magyarszombatfa (B6) glühen in den Brennöfen Töpfe, Kasserollen, Pfannen, Krüge und Becher. Und auch in den übrigen Dörfern haben die Holzschnitzer, Korbflechter und Besenbinder ihre Berufe nicht aufgegeben. In den Häusern kann man Honig, getrocknete Pilze oder hausgepresstes Kürbiskernöl kaufen sowie den Palinka-Schnaps und den Wein des Hauswirts kosten.
Der Nationalpark Õrség ist – mit seinen zum Baden geeigneten Seen und Flüssen, mit seinen grünen Weiden und kristallklaren Quellen – ein geschütztes bzw. verstärkt geschütztes Gebiet. Wald, hauptsächlich Nadelwald bedeckt sechzig Prozent der Fläche, sodass die Ausflügler, Wanderer und Radfahrer von einem harzigen, erfrischenden, reinigenden Duft begleitet werden. Das ist der Õrség-Duft.

Õriszentpéter, Pankasz (B6) In Õriszentpéter, dem Zentrum der aus 18 Siedlungen bestehenden Region, können wir eine der schönsten romanischen Festungskirchen des Landes sehen.
Ein wertvolles Kulturdenkmal der Gemeinde Pankasz ist der rockförmige Glockenstuhl aus dem 18. Jahrhundert. Die Glocke wird von einer Holzkonstruktion gehalten, deren Zierde das niedrige, mit Roggenstroh gedeckte Schutzdach, der so genannte „Rock” ist.

Velemér (B6) Bekannt für eines der am meisten besuchten Baudenkmäler des Landes ist die auf dem Hügel neben dem Dorf stehende, in gotischem und romanischem Stil erbaute Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Ihre Wände sind fast vollständig von Fresken aus dem 14. Jahrhundert bedeckt.

Szalafõ (A-B6) Ein kleines Dorf, das die alte mittelalterliche Siedlungsstruktur am besten bewahrt hat. Es wurde auf sieben Hügeln errichtet. Auf einem von ihnen, dem Pityerszer, finden wir eine ethnographische Freilichtausstellung: Anfang des 19. Jahrhunderts errichtete, strohgedeckte Wohnhäuser mit Zimmer-Küche-Kammer-Einteilung und Veranda, die Werkstatt, ein Holzfällerstuhl, alte Werkzeuge, ein klitzekleiner, zum Tränken der Tiere angelegter See und ein in Ungarn einzigartiges „Etagenlager” mit einer Speisekammer im Erdgeschoss und einem offenen Fruchtspeicher darüber. Die Gebäude bildeten meist einen U-förmigen Hof, der auf der vierten Seite von einem mannshohen Zaun abgeschlossen wurde. So entstanden kleinere Festungen.

Göcsej (B6) In der dem Õrség-Gebiet benachbarten Region Göcsej, die nahezu siebzig Dörfer umfasst, wurden die ersten Siedlungen auf den Hügelkuppen erbaut. Wegen der schwer zu befahrenden Wege entstand in den von der Außenwelt abgeschnittenen Dörfern eine eigentümliche Mundart. Einige Forscher sind der Ansicht, diese komme der altungarischen Sprache am nächsten. Zalaszentgyörgy (B6) ist für seine romanische Kirche und Böde (B6) für die auf einer leichten Anhöhe stehende Kirche aus dem 13. Jahrhundert bekannt. In Zalalövõ (B6) legten Archäologen ein Militärlager aus der Römerzeit frei.

Zalaegerszeg (B–C6) Unter Denkmalschutz stehende Wohnhäuser sieht man in der Region Göcsej nur noch wenige, da die alten Gebäude in die zentral gelegene Großstadt der Region, nach Zalaegerszeg „verlegt“ wurden, wo die erste ethnographische Freilichtausstellung angelegt wurde. Im Dorfmuseum vermitteln die 150- bis 200-jährigen eingerichteten Häuser, die Wassermühle, die Scheunen und der Ziehbrunnen ein einheitliches Dorfbild. Es lohnt sich, in Zalaegerszeg auch das Göcsej-Museum, die barocke Pfarrkirche oder das in der Nachbarschaft des Dorfmuseums befindliche Ölmuseum aufzusuchen. Aquacity ist bei den Jugendlichen ein beliebter Wasservergnügungspark und das nahe gelegene Kur- und Erlebnisbad in Kehidakustány (C6) bietet angenehme Entspannung für die ganze Familie.

Velemér, Fresken
 
Pankasz, Glockenstuhl
 
Kehidakustány, Bad
 
Zalaegerszeg, Dorfmuseum
   
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