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Tokaj-Hegyalja: Es ist weltweit bekannt, dass der Tokajer Wein eines der bekanntesten Hungarica ist. Bereits im 12. Jahrhundert hat man den Wein vielerorts geschätzt. Zu den Liebhabern des edlen süßen Weines, „Tokajer Aszú” zählten der französische Sonnenkönig, der englische Staatsmann und Heerführer Cromwell, der russische Zar Peter der Große und die Zarin Katharina II. Die russischen Herrscher hatten sogar eine kleine Wachmannschaft zur Sicherung der Weinlieferung in Tokaj (G3) und Umgebung stationieren lassen. Von Papst Pius I. sagt man, dass er zur Wahrung seiner Gesundheit auf ärztlichen Rat hin, täglich einen kleinen Schluck Tokajer getrunken hat. Wir wissen aber auch von Beethoven, Voltaire, Goethe und Schubert, dass sie die edlen Tropfen von Tokaj-Hegyalja genossen haben. Der Tokajer Wein findet in zahlreichen ungarischen literarischen Werken Erwähnung, so u.a. auch in der ungarischen Hymne. Nach alldem kann man ohne Übertreibung dem Ausspruch zustimmen, der besagt, dass „Tokajer Aszú” der „König der Weine und der Wein der Könige” sei.
Ein bedeutendes Ereignis im Leben der Stadt und der Region im Jahre 2002 war die Aufnahme des historischen Tokajer Weinanbaugebietes in die Liste der zu bewahrenden Schätze des Welterbes durch die UNESCO.
In dem annähernd siebentausend Hektar großen Gebiet von Tokaj-Hegyalja hat man bereits in der Zeit der Landnahme Ungarns Weintrauben vorgefunden. Bei solch idealen Voraussetzungen für den Weinbau ist das auch nicht verwunderlich! Der vulkanische Boden des Kopasz-Berges, die Südlage und die vielen Sonnenstunden im Sommer sind Voraussetzungen, um im Weinbau einmalige Ergebnisse erzielen zu können. Der Reifeprozess der Weintrauben, die Trocknung, der in den Kellern entstehende Edelschimmel und die individuelle Behandlung der Weine tragen dazu bei, dass die Arbeit der Weinbauern mit diesen besonders edlen Tropfen belohnt wird. Tokaj-Hegyalja bietet nicht nur Kellerbesuche. Im Rahmen der hiesigen Weinlese wird ein Festzug in Verbindung mit Folkloreprogrammen und Belustigungen viele Besucher anlocken.

Szerencs (G3) Seit 1923 werden in der hiesigen Schokoladenfabrik feinste ungarische Bonbons und Schokoladen hergestellt. Die Zuckerfabrik ist noch älter, das Gründungsjahr war 1889. Nach den Museen in Berlin und in Belgien wurde hier das dritte „Zuckermuseum” der Welt eröffnet. Hier kann man über achthundert Verpackungsarten aus fünf Kontinenten besichtigen.
Die auch „Tor von Hegyalja” genannte Gemeinde hat oftmals in den Unabhängigkeitsbewegungen der ungarischen Geschichte eine Rolle gespielt. Die bekannteste und damit in Zusammenhang stehende Sehenswürdigkeit wird durch das festungsartige Schloss Rákóczi, welches auf den Fundamenten des ehemaligen Benediktinerklosters ruht und im 16. Jahrhundert erbaut wurde, verkörpert. In seinen Mauern befinden sich heute die Bibliothek, das ortshistorische Museum und das Kulturzentrum.

Tállya (G3) Bei den in den 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts durchgeführten Messungen und Berechnungen haben die Geografen festgestellt, dass sich der geometrische Mittelpunkt des europäischen Kontinents bei Tállya befindet. Obwohl diese Besonderheit nicht zu besichtigen ist, kann man viele andere Sehenswürdigkeiten besuchen, so z. B. die Mineraliensammlung des Ortes, das barocke Schloss, das heute als Schule genutzt wird, und die aus dem Mittelalter stammende Barockkirche. Im Rákóczi-Keller reiften nicht nur Weine, in stürmischen Zeiten der Geschichte dienten seine langen Gänge den Menschen als Zufluchtsort.

Sárospatak (G2) Die stolze Studentenstadt hat eine reiche Kulturgeschichte und Tradition, sie wird oft als Athen am Bodrog-Ufer bezeichnet. Das reformierte Kollegium ist seit dem 16. Jahrhundert ein erstklassiges Bildungszentrum. Im 17. Jahrhundert hat die herausragende Persönlichkeit der Pädagogikgeschichte, der Tscheche Comenius hier unterrichtet und geschrieben. In der Stadt findet man auch die römisch-katholische Burgkapelle, welche eine der ehrwürdigsten Hallenkirchen ist und am St.-Elisabeth-Platz liegt. Im Zentrum der Stadt, am Ufer der Bodrog, steht eine der interessantesten Festungen Ungarns, die wunderschön renovierte Rákóczi-Burg.

Pácin (H2) Die bekannteste Sehenswürdigkeit des östlich von Sárospatak (G2), am Oberlauf der Bodrog erbauten Dorfes, ist das vollständig renovierte Renaissanceschloss. Die Wände sind weiß, es wurde im Stil seiner ehemaligen Herren und deren Familienmitglieder eingerichtet, mit üppig geschnitztem Mobiliar und offenen Kaminen ausgestattet, jedoch auch die einfacheren, mit Bauernmöbeln eingerichteten Zimmer des Personals können besichtigt werden.

Sárospatak, Rákóczi-Burg
am Ufer der Bodrog
 
Tokajer Aszú
 
Pácin, Innenansicht des Renaissaince-Schlosses
   
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