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In den Landschaften des Bükk-Gebirges: Wenn sich jemand für einige Tage
vor der Welt verstecken möchte, so ist das in einem der kleinen „Sack-
Dörfer” möglich, wo die Straße endet bzw. zurück zum Ausgangspunkt
führt, oder in der Tiefe der Wälder in einer verborgenen Hütte.
Der Nationalpark Bükk wurde im Jahre 1976 aufgrund seiner einzigartigen
Oberflächenformationen, der einmaligen Naturschätze und zum
Schutz der als Raritäten geltenden Pflanzen- und Tierwelt – darunter
Lebewesen aus der Periode nach der Eiszeit, wie auch exotische
Orchideenarten und vom Aussterben bedrohte Fledermausarten –
gegründet. Die Grenze des Nationalparks befindet sich bei Miskolc (E3), der
drittgrößten Stadt Ungarns und seit 1720 Komitatssitz. Die Entwicklung
der Stadt begann gegen Ende des 15. Jahrhunderts. Den schönsten Teil
des Zentrums bildet die Fußgängerzone umgeben von renovierten alten
Häusern. Die inmitten der Stadt auf dem Avas-Berg stehende reformierte
Kirche ist eine wertvolles Bauwerk der Gotik. Die griechisch- orthodoxe
Kirche beherbergt eine besondere Rarität, und zwar das Gnadenbild der
„Schwarzen Madonna von Kazan”, ein Geschenk der Zarin Katharina der
Großen. Im Kulturleben der Stadt spielt das Theater eine wichtige Rolle,
die Universität zählt zu den größten Bildungszentren Ungarns.
Zu Miskolc gehört auch die viertürmige Burg von Diósgyõr (E3), die während der Herrschaft von
König Ludwig dem Großen im Jahre 1300 umgebaut worden war. In ihren Kasematten befindet
sich mit 67 Figuren das größte Panoptikum Mitteleuropas, welches das Leben am Hofe von König
Ludwig dem Großen widerspiegelt.
Die Natur umgibt diese moderne Großstadt mit besonderen Sehenswürdigkeiten. Das hügelige,
bewaldete Miskolctapolca (E3) – mit Bootssee und Höhlenbad – ist für die in- und ausländischen
Besucher ein beliebter Aufenthaltsort. Das 20 °C bis 28 °C warme Wasser aus den Brunnen des
Höhlensystems findet als Weltwunder Beachtung, weil man in einem Karst bisher nirgendwo Heilwasser
von solch angenehmer Temperatur gefunden hat. Das stilvoll modernisierte und erweiterte Höhlenbad
bietet mit seinen Felsenbecken, Höhlen und engen Durchgängen Spaß und Badevergnügen.
Lillafüred (E3) Der Ort mit dem weiblichen Namen ist so schön wie eine Frau, wie die Gattin des hohen
Adeligen, Lilla, mit dessen Unterstützung der Ausbau des Erholungszentrums einst begonnen hatte. Das
unlängst renovierte Palast Hotel (Palota Szálló) wurde nach dem Vorbild früherer Jagdschlösser des
Königs Matthias in den Jahren 1920–1930 am Ufer des Hámori-Sees erbaut. Die Urlauber können mit
dem Boot auf dem See fahren, den 17,5 Meter hohen Wasserfall des Baches Szinva bewundern oder
das durch die Forellenanlagen bekannte Garadna-Tal mit der Kleinbahn durchfahren bzw. eine
Höhlentour unternehmen. Die Bergsteiger wiederum können sich an den Felswänden von Felsõ-Hámori
im Klettern üben.
Szilvásvárad (D3) ist der populärste Ausflugsort im Bükk-Gebirge mit einer märchenhaften Umgebung,
mit Schloss, Kirchen, der schönsten Reitbahn Europas und der am Rande des Dorfes liegenden
Istálosköer Höhle der Urmenschen. Auf den Wiesen grasen die Pferde des berühmten Lipizzanergestüts
und in den angestauten Becken des Szilva-Baches schwimmen die Forellen. Besucher können mit der
Kleinbahn, dem Fahrrad oder gar mit der Kutsche eines der schönsten Hochgebirgstäler befahren und
am „Fátyol”-Wasserfall oder am Waldmuseum einen Halt einlegen.
Bogács (E4) In den Thermalbädern werden die Gäste verwöhnt, die angestauten Seen gelten als
ausgezeichnete Angelplätze. Bogács bietet den Gästen ein vielfältiges Kulturprogramm, angefangen
von Badefestivals über Sängertreffen bis hin zu Weinfestivals.
Szomolya (E4) Oberhalb des Dorfes kann man unter den – von Natur und Mensch gestalteten
– Felsformationen des südlichen Bükk-Gebirges die einzigartigen, riesigen „Bienenstocksteine”
bewundern. Die Vertiefungen in der Wand der 3-15 Meter hohen Kegel dienten
zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert als Bienenstöcke. Allerdings wird auch vermutet,
es habe sich um Opferstätten gehandelt.
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| Szilvásvárad, Lipizzanergestüt |
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| Diósgyõr, Burg |
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| Miskolctapolca, Höhlen- und Heilbad |
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| Garadna-Tal, Beim Forellen braten |
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