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Ungarns größte Kirche
Die an der Donau liegenden Städte bieten den auf Schiffen vorbeifahrenden Menschen einen besonderen Anblick. Die Basilika, die Mauern der ehemaligen
Burg von Esztergom (A4) und die Silhouette der dreißigtausend Einwohner zählenden Kleinstadt überragen ehrwürdig das rechte Ufer der
Donau. Die aus dem 19. Jahrhundert stammende Basilika ist nicht nur aufgrund ihrer Ausmaße einmalig – sie ist die größte Kirche des Landes – sondern
auch das Altarbild gilt als einzigartig. Das Gemälde, welches die Himmelfahrt der Madonna darstellt, ist das größte und einzige, auf Leinen
gemalte Altarbild der Welt.
Das würdevoll erstrahlende Innere der Kirche kann man als die einzig und allein erhalten gebliebene Erinnerung an die ungarische Renaissance in
Form der zu Beginn des 16. Jahrhunderts aus rotem Marmor errichteten Bakócz-Kapelle betrachten.
Die Schatzkammer des Domes verwahrt die umfangreichste Sammlung ungarischer Kirchenschätze.
Esztergom gilt als Haupt der katholischen Kirche Ungarns und ist gleichzeitig Sitz des Erzbischofs. Im Primaspalast des katholischen Oberhauptes
können wertvolle Stücke der bildenden Künste im Christlichen Museum besichtigt werden.
Auf dem Burgberg wurde im Jahre 972 die erste Festung erbaut. Dort erblickte auch der Staats- und Kirchengründer Ungarns, König Stephan
der Heilige das Licht der Welt. Dies war Grund genug, um Esztergom als Wiege der Nation zu bezeichnen. An das ehemalige Palastgebäude
erinnern heute nur noch die aus dem 12 Jahrhundert stammende Burgkapelle und die Rosenfenster, beide sind Symbole von Esztergom.
Mitteleuropas größter, mittelalterlicher Wohnturm
Die zweifache S-Kurve des zu den schönsten Landschaften Ungarns zählenden Donauknies
entstand nach der Eiszeit und zwar dergestalt, dass das von Bergen umrahmte Tal und das
Bett des Flusses immer weiter absanken. Im malerischsten Teil dieser Landschaft wurde
Visegrád (B4) erbaut. Als Sehenswürdigkeiten der Siedlung gelten die aus dem 13. Jahrhundert
stammende Obere Burg und der im 14. Jahrhundert am Fuße des Berges errichtete königliche
Palast. Seine Glanzzeit erlebte dieser während der Herrschaft des für seinen guten Geschmack
weithin bekannten Renaissance-Königs Matthias. Er hatte den Palast durch Terrassen, einen
Prunkhof, einen aus rotem Marmor gefertigten Zierbrunnen und mit einem Bad ergänzen lassen. Die
aus fernen Ländern angereisten Besucher hatten seinerzeit den Palast als Paradies auf Erden
beschrieben. Durch die Feuersbrunst 1542 wurde jedoch das Gebäude ein Opfer der Flammen, später
sind die Ruinen durch herabfallendes Gestein annähernd komplett zugedeckt worden. Dank der seit
Jahrzehnten anhaltenden archäologischen Ausgrabungen und Rekonstruktionsarbeiten hat man den
Prunkhof des Renaissance-Palastes nach alten Plänen rekonstruiert. An der Oberen Burg kann der
Besucher erkennen, dass sie früher als Festung diente. Ein Teil davon wurde in Ergänzung der
Originalmauer neu errichtet. Von hier aus hat man die beste Aussicht auf das Donauknie. Der im
Originalzustand erhalten gebliebene und aus dem 13. Jahrhundert stammende Wohnturm war ein
wichtiger, integrierter Teil der Festung. In seinen Ausmaßen galt er an den Ufern der Donau als einmalig.
Im sechseckigen, über fünf Stockwerke verfügenden und 31 Meter hohen Salamonturm können
heute die Originalbrunnen und Statuen des Renaissance-Palastes besichtigt werden.
Die meistbesuchte Kleinstadt
Die Menschen, die schon einmal hier waren, werden die schönste ungarische Kleinstadt an der Donau,
den Wohnort zahlreicher Maler und Bildhauer, nämlich Szentendre (C5), nicht vergessen. Enge Gassen,
schmale, auf den Hügel führende, mit Kopfstein gepflasterte Wege und ein das 18. Jahrhundert widerspiegelnde
Stadtbild lassen den Ort zu einem einmaligen Komplex an Denkmälern werden. Die
mediterrane Atmosphäre ist größtenteils den im 14. Jahrhundert hier angesiedelten Südslawen wie
Serben und Griechen sowie den Siedlern aus Dalmatien zu verdanken. Sieben Kirchen – davon eine
griechisch-katholische Bischofskirche – zahlreiche Museen, Kunstausstellungen der zeitgenössischen
bildenden Künste sowie ausgezeichnete, kleine Restaurants haben entscheidenden Anteil
am Ruhm der Stadt, in deren Außenbezirk sich das größte ethnographische Freilichtmuseum
Ungarns befindet: die “Skanzen“ mit alten Bauernhäusern, Handwerksbetrieben und Kirche.
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| Das Donauknie |
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| Visegrád, Salamonturm |
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| Szentendre, Hauptplatz |
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| Gässchen in Szentendre |
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