english  deutsch
1100 Jahre Im Herzen Europas | Karte
Budapest und Umgebung
Eger-Tokaj Bergland
Die Puszta und der Theiß-See
Pannonien
Balaton
 
     

"Ungarisches Meer" - wird der in der Mitte Pannoniens gelegene, 77 Kilometer lange See mit dem gelblichgrünen, seidigen Wasser, das wie Opal glänzt, von vielen genannt. Der Balaton ist einer der wertvollsten Naturschätze des Landes und das am häufigsten besuchte Urlaubsgebiet. Mit seiner fast 600 km2 großen Wasserfläche ist er der größte See Mitteleuropas, seine Uferlinie ist 195 Kilometer lang. An der breitesten Stelle misst der See 14 Kilometer, die durchschnittliche Wassertiefe beträgt 3 Meter, der tiefste Punkt liegt beim Tihanyer "Brunnen" mit 12,4 Metern. Die Wassertemperatur liegt im Sommer zwischen 20 und 26 °C, am Morgen und Abend ist das Wasser wärmer als die Luft. Das Wasser des Sees und sein geschmeidiger Schlamm sind auch bei Nervenleiden, Blutarmut und Erschöpfung von wohltuender Wirkung. Das Südufer mit dem flachen Wasser ist für Familien mit Kindern ideal, doch auch am rasch in die Tiefe abfallenden Nordufer wurde eine Reihe von Stränden angelegt.

Der 70 Kilometer lange Uferabschnitt ist mit weichem Sand bedeckt, von Balatonaliga bis Balatonszentgyörgy reihen sich fast ohne Unterbrechung die kleineren und größeren pulsierenden Ferienorte aneinander: ein Paradies für Sonnenanbeter, Wasserraten und für Familien mit Kleinkindern.
Von Keszthely bis Balatonakarattya bilden 25 Ufergemeinden das von Bergen gesäumte Erholungsgebiet des Nordufers, aber auch die vom Ufer entfernteren Gemeinden dieses abwechslungsreichen Landstrichs halten an bedeckten Tagen zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Programme für unvergessliche Ausflüge bereit.
Der größte Ort am Südufer ist Siófok (C3). Die Stadt zieht sich in einem 17 Kilometer langen Streifen am Ufer hin, ihren Hafen laufen sämtliche Balaton-Schifffahrtslinien an, von hier aus starten auch die Ausflugsschiffe. Im Museum (Kálmán I. sétány 5.) des berühmten Sohnes der Stadt - Emmerich Kálmán (1882-1953), Komponist der "Csárdasfürstin" und anderer weltbekannter Operetten - sind der Flügel und andere persönliche Gegenstände zu besichtigen. Eine Sammlung von 3000 Mineralien des Karpatenbeckens wurde im Mineralienmuseum (Ásványmúzeumban, Kálmán I. sétány 10.) zusammengetragen. Eine Besonderheit ist Ungarns erstes Museum für Eierkunst (Szûcs u. 4.).

 

Siófok, Emmerich-Kálmán-Denkmal

Szántód (C4)
SSeit Urzeiten bietet die Szántóder Fähre Überfahrtmöglichkeiten zum Nordufer, der Hafen wurde 1802 angelegt. Aus dem von den Tihanyer Benediktinern zwischen 1716 und 1741 errichteten, unter Denkmalschutz stehenden Gebäudeensemble der Meierei entstand ein Zentrum für Kultur und Tourismus. Im Gebäude der Kurie sind Gemälde und Kleinplastiken ausgestellt, im Weinkeller befindet sich eine Ausstellung zur Geschichte des Weinbaus. Im Kornspeicher erwartet eine Volkskunstsammlung die Besucher und im Dienstbotenhaus informiert eine Ausstellung über die Geschichte des Ortes. In der Csárda werden wohlschmeckende Getränke und Speisen angeboten, in den Pferchen weidet eine Herde Zackelschafe, im Aquarium wird den Besuchern die Lebenswelt des Plattensees vorgestellt.

 

 

Balatonboglár (C4)
Der in der Mitte des Südufers gelegene Ort Balatonboglár ist das Ziel des im gegenüberliegenden Révfülöp startenden, sehr beliebten Wettbewerbs des Balaton-Durchschwimmens (Ende Juli). Das Fischl-Haus (Erzsébet u. 12-14.) beherbergt eine ortsgeschichtliche Sammlung. Die erste, 1932 aus Stahlbeton gebaute Kirche des Landes, der auf dem Burghügel errichtete Aussichtsturm und der Kapellenhügel mit Volkskunstausstellungen und Veranstaltungen unter freiem Himmel bei der blau-roten Kapelle bieten lohnenswerte Programme für alle Gäste.

 

Balatonboglár, Strand

Balatonszentgyörgy (B4)
Die Sehenswürdigkeit von Balatonszentgyörgy ist die Anfang des 19. Jahrhunderts im romantischen Stil erbaute Sternburg (Irtási-dûlõ), das einstige Jagdschloss der Familie Festetics. In ihren Sälen ist eine Ausstellung, die das Leben der Helden der Grenzburgen im 17. Jahrhundert veranschaulicht, untergebracht. Den typischen Baustil der Gegend repräsentiert das Heimathaus (Csillagvár u. 68.).

 

 

Keszthely (B-C4)
Keszthely, der größte und älteste Ort am Balatonufer, war zur Römerzeit ein wichtiges Handelszentrum: Die Überreste der Stadt Valcum aus dem 2. bis 4. Jahrhundert sind in Fenékpuszta zu sehen.
Die belebte Kossuth utca - das Gebäude Nr. 22, das Petõ-Haus, ist das Geburtshaus des Komponisten Károly Goldmark - führt auf den Hauptplatz (Fõ tér), wo die Franziskanerkirche aus dem 14. Jahrhundert mit den original gotischen Fresken und Rosettenfenstern steht. Das drittgrößte Schloss des Landes ist das Schloss Festetics (Kastély u. 1.) mit 101 Räumen, dem reich geschmückten Portal, dem Barockturm, mit der erhalten gebliebenen Kapelle und den 86.000 Bänden - darunter viele seltene Bücher - der Helikon-Bibliothek der Adelsfamilie Festetics. In 16 Sälen des Helikon Schlossmuseums sind eine Ausstellung über die Lebensweise des 18./19. Jahrhunderts, Prunkwaffen und die Trophäensammlung des Herzogs von Windischgrätz zu besichtigen. Im Spiegelmusiksaal werden im Sommer jede Woche Konzerte veranstaltet. Der das Schloss umgebende englische Garten ist Naturschutzgebiet. Der einstige Besitzer György Festetics gründete 1797 die erste landwirtschaftliche Hochschule, das Georgikon (Georgikon u. 20.), dessen Geschichte man - neben einer Ausstellung über Wein- und Getreideanbau in der Umgebung des Plattensees - im Georgikon Meiereimuseum (Bercsényi Miklós u. 67.) kennen lernen kann. Wissenswertes über die Entstehung des Plattensees, seine Pflanzen- und Tierwelt, die Bade- und Schifffahrtsgeschichte, archäologische und volkskundliche Objekte aus 7000 Jahren kann man im Balaton-Museum (Múzeum u. 2.) besichtigen. Das Marzipanmodell des Schlosses ist im Marzipanmuseum (Katona J. u. 11.) neben anderen süßen Köstlichkeiten zu bewundern, das Puppenmuseum (Kossuth u. 11.) zeigt neben einer umfangreichen Puppensammlung das aus Schneckenhäusern zusammengesetzte, verkleinerte Modell des Budapester Parlaments, das Panoptikum präsentiert berühmte Personen aus der ungarischen Geschichte. Einen Besuch lohnt auch das weit in den See hineinreichende, 1892 aus Holz gebaute Inselbad (Szigetfürdõ).
Sogar Kamele, Büffel und Zebras findet man am Ufer des Balaton! Die Tiere, die hier in freier Wildbahn wirklich nicht anzutreffen sind, sind die Bewohner des Safariparks, der zu dem von dem namhaften Afrikaforscher Endre Nagy gegründeten Museum (Kültelek 11.) in Balatonederics gehört. Die außerordentlich vielfältige Sammlung des Museums besteht aus Trophäen und kunstvoll gefertigten afrikanischen Gebrauchsgegenständen.

 

Keszthely, Schloss Festetics
 
 

Szigliget (C4)
Ein Balaton-Ferienort mit ganz speziellem Flair ist Szigliget. Mit seinen am Berghang stehenden Häusern und den Grünflächen bewahrte der Ort bis heute seine angenehme Atmosphäre. Unter Denkmalschutz stehen die schilfgedeckten volkstümlichen Häuser des alten Dorfes. Auf dem 242 Meter hohen Burgberg hat man von den Ruinen der 1702 gesprengten Burg von Szigliget aus dem 13. Jahrhundert eine herrliche Aussicht. Im 12 ha großen Park des Schlosses Esterházy, heute Haus der Schriftsteller (Kossuth u. 174.), wachsen mehr als 150 Nadelbaumarten.

 

Badacsony Berg (B-C4)
Am Hang des Berges Badacsony (437 m) - einem stumpfen Bergkegel vulkanischen Ursprungs - sind die versteinerten Lavasäulen, die so genannten Basaltorgeln, eine geologische Besonderheit. Aus den Weingärten der Umgebung, die ehemals den Paulinern gehörten, stammt der gute Wein aus Badacsony, der Graue Mönch. Die beiden schönsten, 200 Jahre alten Kelterhäuser sind das Szegedy Róza-Haus (Kisfaludy út), in dem sich das dem Andenken der Literatur und des Weinbaus gewidmete Gedenkmuseum für Literatur befindet und die am Seeufer sehr beliebte Weinstube sowie das Restaurant, das barocke Kisfaludy-Haus (Kisfaludy u.). Von seinem Laubengang bietet sich ein bezaubernder Blick auf den See, genau wie vom 14 Meter hohen Kisfaludy-Aussichtssturm oder von dem auf der Südwestseite gelegenen Ranolder Kreuz. Das Gedenkmuseum des Malers des Balaton, József Egry (1883-1951), kann in dessen Haus in Badacsony (Egry József sétány 12.) besichtigt werden. Die Kirche St. Emmerich war die erste Basaltkirche Mitteleuropas. Sie wurde 1932 in Badacsonytomaj erbaut. Als Besonderheiten des Badacsonyer Landschaftsschutzgebietes gelten die drei vulkanischen "Zeugenberge" - Gulács (393 m), Csobánc (376 m), Szent György-Berg (415 m), die einen herrlichen Rundblick bieten und den einstigen Wasserstand des Pannonischen Meeres belegen. Ihre Naturschätze kann der Besucher auf dem geobotanischen Lehrpfad kennen lernen. In Badacsonyörs lohnt es sich, das 400 Koniferenarten vorstellende Folly-Arboretum (Arborétum u. 5.) aufzusuchen.
Im geschützten Káli-Becken umgeben die bewohnten Dörfer die seit Urzeiten erloschenen Vulkane. Am Rand von Kékkút ist der auch den Römern bekannte, Mineralwasser spendende Brunnen erwähnenswert. Die Landschaft ist geprägt von mittelalterlichen Burg- und Kirchenruinen, ihre besonderen geologischen Gebilde machen sie außerdem interessant: die Schichten der Basaltsäule "Hegyestû", die Basaltsäulen des Schwarzen Berges (Fekete-hegy), die kleinen Kraterseen (z. B. Kornyi-tó) und die im Weltmaßstab als Seltenheit geltenden Steinmeere, welche aus vom Wind bizarr geformten, riesigen Steinen bestehen: in Szentbékkálla, Kõvágóörs und Salföld. In der unter Denkmalschutz stehenden Salfölder Meierei wurden Graurinder, Zackelschafe und Büffel - die einst in der Gegend beheimateten Tiere - wieder angesiedelt. Auf dem Friedhof von Balatonudvari sind rund fünfzig Grabsteine in Herzform aus den Jahren 1808- 1840 sehenswert.
Die neben der mehr als 200 Jahre alten Brücke über den Pécsely-Bach stehende funktionstüchtige Wassermühle von Örvényes (Szent Imre u. 1.) hat schon im Jahre 1211 Getreide gemahlen. Bis heute werden die alten Gerätschaften des Müllerhandwerks aufbewahrt.

 

Badacsony, Szegedy-Róza-Haus
 
Weinberg im Balaton-Oberland
 
Szigetvár

Tihany (C3)
An den beiden Türmen der Kirche ist die 5 km lange und 3,5 km breite Halbinsel Tihany von weitem zu erkennen. Die Halbinsel ist vulkanischen Ursprungs und ragt weit in den See hinein, sie ist seit fast tausend Jahren bewohnt und weist einen reichen Bestand an seltenen Pflanzen und Tieren auf. Von der Kirche der im Jahre 1055 gegründeten Benediktinerabtei sind heute nur noch die Krypta - in der sich das Grab von Andreas I. befindet - einer der wertvollsten Schätze ungarischer Baukunst und die Gründungsurkunde der Abtei als erstes ungarisches Sprachdenkmal erhalten geblieben. Die auf die Krypta gebaute, aus dem 18. Jahrhundert stammende, barocke Kirche ist mit Holzschnitzarbeiten üppig geschmückt. Im Museum der Benediktinerabtei (I. András tér 1.) befinden sich die Ausstellung zur Kirchengeschichte, das Gedenkzimmer für den letzten ungarischen König Karl IV. sowie ein römisches und ein mittelalterliches Lapidarium. In der Abtei werden im Sommer Orgelkonzerte veranstaltet. An das Leben des einstigen Fischerdorfes erinnern das Freilichtmuseum (Szabadtéri Néprajzi Múzeum, Pisky sétány 12.) mit den aus dem 18. Jahrhundert stammenden Häusern, den Wohnhäusern des alten Dorfes und dem Töpferhaus (Pisky sétány 12.). Das Puppenmuseum (Visszhang u. 4.) präsentiert die romantische Welt der Porzellanpuppen und Puppenhäuser aus der Zeit zwischen 1850 und 1920. Das Landschaftsschutzgebiet Tihany wurde 1952 als erstes seiner Art unter Naturschutz gestellt, erlebnisreich ist seine Entdeckung auf dem Lajos-Lóczy-Weg. Sehenswert sind die vom Wind geformten Basaltfelsen, die in das vulkanische Gestein getriebenen Einsiedlerbehausungen, die Mönchszellen der im 11. Jahrhundert hier angesiedelten Basilianer, die Lavendelfelder und die Mandelbäume des Berges Csúcs. Von den natürlichen Aussichtspunkten der Halbinsel, dem "kleinen Walddach" (Kiserdõ-tetõ), den "Hunderten von Geysirkegeln" (Gejzírmezõ száz) - dem sog. Geysirfeld - und vom "goldenen Haus" (Aranyház), dem schönsten Geysirhügel bietet sich ein unvergesslicher Ausblick auf den bei Anglern beliebten Inneren See (Belsõ-tó) und den Äußeren See (Külsõ-tó), wo Zehntausende Vögel nisten. Von einem der schönsten Balaton-Häfen verkehrt die Fähre nach Szántód, 1,5 km entfernt am Südufer.

 

Tihany, Abtei

Balatonfüred (C3)
Der ehrwürdige Balaton-Badeort Balatonfüred war der erste Kur- und Erholungsort des Landes, von hier aus stach das erste Balaton-Dampfschiff in See, hier wurde der erste Segelclub gegründet, hier bauten die Berühmtheiten des vergangenen Jahrhunderts ihre Villen. Die eklektische Villa des großen ungarischen Romanschriftstellers Mór Jókai (1825-1904) ist heute ein Gedenkmuseum (Honvéd u. 1.). Seit 300 Jahren werden Herzpatienten in der Spezialklinik für Herzkrankheiten mit dem heilkräftigen Sauerwasser behandelt, das Wasser kann auch als Trinkkur bei Zuckerkrankheit und Verdauungsstörungen in der Trinkhalle Lajos Kossuth (Gyógy tér) probiert werden. In den Gängen des Hotels Árkád (Gyógy tér) sind die Gedenktafeln des Balaton-Pantheons angebracht und im Theatersaal wird seit 179 Jahren - immer am letzten Samstag im Juli - der Anna-Ball mit der Wahl der Ballkönigin veranstaltet. Die Rabindranath-Tagore-Promenade wird von Skulpturen, Gedenktafeln und Bäumen zahlreicher ungarischer und ausländischer Geistesgrößen gesäumt. Das Fest des Segelhissens in jedem Mai im Rosengarten ist der Saisonauftakt am Balaton. Einen besonderen Anblick bieten die erbsengroßen Steine aus Aragonit an den Wänden der 120 Meter langen Lóczy-Höhle (am Ende der Öreg-hegyi út). Ausflugsziele sind auch das Koloska-Tal und der Jókai-Aussichtsturm.
Im 13. Jahrhundert wurde eine der schönsten Propsteikirchen in romanischem Stil am Balatonufer in Felsõörs errichtet. Die 1745 fertig gestellte Orgel mit fünf Registern ist der Hauptakteur der beliebten sommerlichen Orgelkonzerte. Der geologische Lehrpfad am Forrás-Berg gibt einen Einblick in die tektonischen Veränderungen der Erdgeschichte.
Zu den Besonderheiten von Balatonalmádi, dem seit 1877 beliebten Kurort, gehören die aus Permer Sandstein gefertigten roten Gebäude, u. a. die römisch-katholische Kirche, die "Heilige-Rechte-Kapelle" (Óvári Ferenc u.). Die Kapelle mit den herrlichen venezianischen Goldmosaiken stand ursprünglich in der königlichen Burg in Buda, hier wurde die mumifizierte rechte Hand von König Stephan I. als nationale Reliquie aufbewahrt und verehrt. Auf dem 6 Kilometer langen Lehrpfad aus rotem Sandstein weisen Tafeln auf die Sehenswürdigkeiten des Nationalparks Balaton-Oberland hin. Das Wahrzeichen des zu Almádi gehörenden Vörösberény ist die reformierte Kirche aus dem 13.

 

Balatonfüred, Hafen
 
 

Hévíz (B4)
Sechs Kilometer vom Nordufer des Plattensees entfernt erwartet bei Keszthely der zweitgrößte Warmwassersee der Welt mit einer Wasserfläche von 47.500 m2 und mit wunderschönen indischen Seerosen die Gäste. Das Heilwasser des Hévízer Sees entspringt aus einem Krater in 36 Metern Tiefe, pro Sekunde sprudeln 420 Liter 36 °C heißes Wasser hervor. Das Seewasser ist radioaktiv, reich an Schwefel, Gas, Mineralien und durch das Mikroklima auch im Winter warm genug zum Baden im Freien. Besonders wirksam ist der Heilschlamm vom Grund des Sees bei Beschwerden des Bewegungsapparates, Rheuma, Entzündungen und Gelenkerkrankungen. Das Heilwasser wird auch in Form von Trinkkuren verabreicht. Bereits seit 1795 verwendet man das Heilwasser für Kuren. Für das Seebad wurde 1968 ein überdachtes Kurbad errichtet (Dr. Schulhof Vilmos sétány 1.).

 

Hévíz-See

Tapolca (C3)
Die im Tapolca-Becken liegende Kleinstadt ist von 14 mit Rebstöcken bewachsenen kegelförmigen Basaltbergen umgeben. Eine der Sehenswürdigkeiten ist gleichzeitig eine geologische Besonderheit: in der 4 Kilometer langen Seehöhle (Tavas-barlang, Kisfaludy u. 3.) bietet das Bootfahren ein besonderes Erlebnis. Inmitten der Stadt steht die 200 Jahre alte Wassermühle - heute ein Hotel - am Ufer des idyllischen Mühlteiches (Malom-tó). In einem der ältesten Volksschulgebäude Mitteleuropas sind die städtische Bibliothek und das Museum der Schulgeschichte (Templomdomb 8.) zu besichtigen.

 

Tapolca

Nagyvázsony (C3)
Von dem 29 Meter hohen Wohnturm der Burg von Pál Kinizsi (1446-1494), dem bevorzugten Heerführer des großen Renaissance-Herrschers König Matthias, der vom Müllerjungen, welchem legendäre Kräfte nachgesagt wurden, zum Burgkommandanten wurde, bietet sich eine herrliche Aussicht auf die Umgebung. Das Schloss Zichy (Kossuth u. 12.) aus dem 18. Jahrhundert wird heute als Hotel genutzt. Eine Ausstellung des Post- und Fernmeldewesens ist im Postmuseum (Temetõ u. 3.) zu besichtigen. Unter dem strohgedeckten Satteldach des so genannten Schumacher-Hauses (Bercsényi Miklós u. 21.) kann die Wohnung eines ehemaligen Webermeisters besichtigt werden, im Stall sind die Gerätschaften eines Kupferschmiedes ausgestellt.

 

Nagyvázsony

Klein-Balaton (Kis-Balaton B4)
In den morastigen, sumpfigen Schilfgebieten nisten Zehntausende von Vögeln. Von den 370 bekannten Vogelarten haben 150 hier ihren Nistplatz, darunter viele Reiher, Kormorane und Bienenfresser. Der schneeweiße Edelreiher steht unter besonderem Schutz. Am besten kann man die Vögel von zwei Türmen aus beobachten, von der Insel Kányavári-sziget (von Balatonmagyaród 2 Kilometer nördlich) und von der Insel Pap-sziget (von der Gemeinde Vörs auf der zum Wächterhaus führenden Straße). Das besonders geschützte Gebiet kann nur mit vorheriger Genehmigung und im Rahmen einer Führung betreten werden. In dem nahe gelegenen Kápolnapuszta lohnt es sich, das einzige Büffelreservat Europas zu besuchen.

 

Klein-Balaton

Zalakaros (B4)
Das aus einer Tiefe von 2300 Metern mit einer Menge von 830 Litern pro Minute hervorsprudelnde, 96 °C heiße Heilwasser speist das Heilbad des Ortes (Thermál u. 4.), wo Patienten mit rheumatischen Beschwerden, Erkrankungen des Bewegungsapparates und Nervenleiden oder chronischen gynäkologischen Leiden Heilung suchen. Beliebt ist das Kurzentrum des Badekomplexes, das medizinische Behandlungen sowie Wannen- und Gewichtsbäder anbietet. Das Kurheilbad mit 21 Becken und einem 20 Hektar großen Park mit Kinderplanschbecken ist ein Treffpunkt für alle Altersgruppen.

 

 

 

Buzsák (C4)
Buzsák wurde durch seine Volkskunst, die einmalig schönen Stickereien, welche auch Altardecken und Messgewänder zieren, europaweit bekannt. Das in einem 200 Jahre alten Bauernhaus mit Laubengang eingerichteten Buzsáker Heimathaus (Fõ u. 8.) macht mit der Geschichte des Dorfes und der bäuerlichen Wirtschaft bekannt. Im Dorfhaus ist eine Volkskunstausstellung zu sehen, die wunderbaren Volkstrachten können auch zur Kirmes im August (Buzsáker Búcsu) bewundert werden. Csisztapuszta wird wegen des Heilwasser-Thermalbades auch gerne mit der in Balatonfenyves abfahrenden Kleinbahn aufgesucht.

 
   
Seitenanfang | Startseite | Karte