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Naturschätze, besondere Landschaften | Regionsl Karte | Veranstaltungen
Kleine Dörfer, große Attraktionen
Die wunderbare Unendlichkeit
Eine einzigartige Wasserwelt

Hungarikum in der Gegend
der Körös-Flüsse

In den sonnigsten Gegenden

Salzhaltige Wiesen und Weiden,
Sandhügel

Am grössten Fluss Entlang
 
     

Die Gegend der Körös-Flüsse: Im südöstlichen Teil des Gebietes jenseits der Theiß bieten die Wassersysteme von fünf Flüssen, der Sebes, der Schwarzen und der Weißen Körös, der Berettyó und der Maros als Teil des Nationalparks Körös-Maros besondere Sehenswürdigkeiten. Die Schutz verdienenden Schätze der Region sind auch heute noch mit dem Wasser verbunden, wenn auch die Zeiten vorbei sind, in denen es hier mehr Boote als Wagen gab, weil die ungezähmt sich dahinschlängelnden Flüsse die Sümpfe ernährten. Bis ins 18. Jahrhundert hinein beherrschten die aus einem Stück Holz geschnitzten Boote, die Einbäume, die Gegend, doch befuhr man nicht nur das Wasser, sondern auch die Sümpfe. Diese „Schlammschiffe” wurden von einem Pferd oder einem Ochsen gezogen.
Reich sind die Flüsse an Fischen, die Flussufer an Vögeln, die Wälder an Wild. Wir können hier auch so besondere Vögel wie die Trappe sehen. In dem 1975 gegründeten Reservat von Dévaványa (F4) lebt die größte Trappenpopulation Europas. Der Mensch füttert sie im Winter und schützt das ganze Jahr hindurch ihre Ruhe, ihre Brutplätze an der freien Luft in der Puszta. Über die Anstrengungen im Bereich des Vogelschutzes berichtet eine Ausstellung. Die geschützten Gebiete können besucht werden, die unter besonderem Schutz stehenden jedoch nur mit einer speziellen zusätzlichen Erlaubnis. Alte Handwerksformen leben in dem Gebiet der Körös-Flüsse weiter. In Békés flechten die Nachfolger der alten Meister auch heute noch diverse Körbe. Békésszentadrás (E5) ist bekannt für die handgeknüpften Teppiche.
In der südlichen Tiefebene kann man nur schwerlich etwa 50 Kilometer zurücklegen, ohne ein Heilbad zu finden. Im Gebiet der Körös-Flüsse können wir nicht nur in den berühmten Badeorten eine Badekur machen, sondern zum Beispiel auch in den Thermalbädern von Füzesgyarmat (F4), Dévaványa oder Mezõberény (F5), in dem zu Orosháza (E5) gehörenden Wunder bewirkenden Gyopárosfürdõ (E5) oder in dem „Rózsafürdõ” (Rosenbad) genannten Thermalbad des vorrangig von Slowaken bewohnten Ortes Tótkomlós (F6). Im Tal des Flusses Maros im Thermalbad von Makó (E6) können wir bei einer Heilschlammpackung entspannen.
Die Gegend ist reich an Baudenkmälern. In Szabadkígyós (F5) stehen in dem eindrucksvollen, 23 Hektar großen Urpark des aus dem 19. Jahrhundert stammenden Schlosses Wenckheim in einer an besonderen Bäumen reichen Landschaft die größten Hainbuchen Ungarns. Den einzigartigen Reichtum der Gemeinde Vésztõ stellt das im Laufe von archäologischen Ausgrabungen entdeckte so genannte Kloster Csolt aus dem 9./10. Jahrhundert dar.

Gyula (F5) Die Erfolgsstory eines der populärsten „Hungarika”, die der Gyulaer Wurst, hatte ihren Beginn im 19. Jahrhundert in einer kleinen Manufaktur des Kurortes in der Tiefebene. Die schmackhafte, pikant gewürzte Wurst wurde auf der Weltausstellung im Jahre 1935 in Brüssel mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Heute wird sie nach altem Rezept im Fleischkombinat der Stadt hergestellt. Das ist aber nur eine Besonderheit in Gyula. Hier kann man - innerhalb der einstigen Inselfestung - die einzige mittelalterliche Ziegelburg Mitteleuropas im Flachland besichtigen. In jedem Sommer finden hier Theatervorstellungen statt. In dem über acht Hektar großen Urpark des angrenzenden, in barockem Zopfstil erbauten Schlosses Almásy lohnt es sich, die mit Heilwasser gefüllten Becken des international bekannten Burgbades zu besuchen. Unter den hübschen Bürgerhäusern der Stadt können wir einige besondere Schmuckstücke finden: eines der berühmtesten alten Kaffeehäuser Ungarns. Auch der Großteil des Mobiliars der im Jahre 1840 erbauten „Százéves cukrászda” (Hundertjährigen Konditorei) ist noch Original erhalten und vorhanden. Ein berühmter Sohn der Stadt war der Komponist und Schöpfer der ungarischen Oper, Ferenc Erkel. Aber auch einer der größten Meister der deutschen Malerei, Albrecht Dürer, hat mit der Stadt zu tun, denn sein Vater wurde in Gyula geboren.

Békéscsaba (F5) Die ehemalige, an der Stelle der heutigen Stadt stehende Siedlung wurde in der Zeit der türkischen Besetzung von ihren Einwohnern aufgegeben. Später ließen sich Slowaken in der Gegend nieder. Eines der charakteristischen alten Gebäude von Békéscsaba ist das aus dem 19. Jahrhundert stammende Slowakische Heimatmuseum mit einem seitlichen Laubengang. Hier findet man auch die größte evangelische Kirche des Landes mit dem 70 Meter hohen Turm. Eine Zeit lang lernte hier in der Stadt einer der berühmtesten ungarischen Meister der realistischen Malerei des 19. Jahrhunderts, Mihály Munkácsy. Ähnlich wie in der benachbarten Stadt Gyula wird auch hier eine sehr schmackhafte Wurst hergestellt, die nach dem Namen der Stadt als „Csabaer” bezeichnet wird.

Gyomaendrõd (F4) Die 16 toten Flussarme der Körös-Flüsse gelten als echtes Angel- und Wassersportparadies. Die an dem an Flüssen reichen Naturschutzgebiet liegende Stadt Gyomaendrõd wurde durch die international bekannte Kner-Druckerei (1882) berühmt. In der neobarocken Villa des Firmengründers befindet sich heute das Museum der Buchdruckerkunst bzw. Druckindustrie. Es lohnt sich, auch das reichhaltige archäologische Material des Heimatmuseums zu besichtigen.

Orosháza-Gyopárosfürdõ (E5) präsentiert sich mit seinen „Wunderseen” und seiner Umgebung, durch einem beruhigenden Mikroklima als optimaler, natürlicher Badeort. Das Bad ist auch die Zentrum von Heilbehandlungen und zahlreiche Wassererlebnisse. Zudem gibt die Stadt dem einmaligen Brunnenmuseum ein zu Hause.

Szarvas (E5) ist eine idyllische Kleinstadt der Tiefebene im Zentrum des Nationalparks Körös-Maros (E6). Hier kann eines der schönsten und größten Arboreten Ungarns besichtigt werden, das nach dem Vorbild des Schönbrunner Schlossparks in Wien im 19. Jahrhundert angelegt wurde. Auf 82 ha Parkland gedeihen mehr als 1600 Bäume und Stauden. Am Ufer des Körös-Altwassers markiert ein Denkmal in Form einer Windmühle den geographischen Mittelpunkt des historischen Ungarn im 19. Jahrhundert. In der 200 Jahre alten Landwirtschaftsschule der Stadt wurde das Ethnographische Museum untergebracht. Ein besonderes industriegeschichtliches Denkmal ist die auch heute noch funktionsfähige, verschiedene Getreidearten mahlende Trockenmühle, von denen es heute in Ungarn insgesamt nur noch drei gibt.

Gyula, Burg
 
Gyula, „Hundertjährige” Konditorei
 
Szarvas, Schloss Bolza
   
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