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Hungarian Specialities, Special Attractions | Regional Karte | Veranstaltungen
Europa-Preis – Denkmalschutz
Alte Städte – überlieferte Traditionen
Wo die Vergangenheit Gegenwart ist
Sehenswertes entlang der Donau
Stadt der Könige
Auf den Spuren weltberühmter Künstler
Das erste Bistum
Wo das Badeleben seinen Anfang nahm
Barock und Volksbarock
In mediterranen Gefilden
Auf den Straßen feuriger Weine
Geschenke der Natur
 
     

Pécs (E8) Die größte Stadt Transdanubiens wird nicht nur deshalb als Stadt des „mediterranen Flairs” bezeichnet, weil sich im Sommer auf den Terrassen der Cafés das gesellschaftliche Leben bis Mitternacht abspielt, sondern auch wegen des submediterranen Klimas. Infolge der günstigen Witterung wachsen sogar Feigen – was in Ungarn eine Besonderheit ist – und im Frühling blühen an den Südhängen des sich über der Stadt erhebenden Mecsek-Gebirges die für südliche Länder charakteristischen Pflanzen. Bereits vor zweitausend Jahren stand an dieser Stelle, durch welche sich die Ost-West-Hauptverkehrsader des Römischen Reiches, die so genannte „Mediterrane Straße” zog, eine blühende Stadt. Sopianae (Pécs) wurde im ersten Jahrhundert erbaut und ihre letzte große Ära fiel in das vierte Jahrhundert, als auch die Christenheit schon im Reich in Erscheinung getreten war. Damals wurden die altchristlichen Grabkammern angelegt. Die erste der Grabkammern wurde erst Ende des 18. Jahrhunderts entdeckt. In einem bebauten Stadtteil, unter dem Dóm tér (Domplatz) werden in fünf bis sechs Metern Tiefe Ausgrabungen durchgeführt. Von den mit Fresken verzierten und nahe beieinander liegenden Grabkammern können mehrere bereits besichtigt werden. Das einzigartige Baudenkmal-Ensemble wurde von der UNESCO zum Teil des Weltkulturerbes erklärt.
In Pécs wurde 1367 die erste Universität des Landes gegründet, 1774 folgte die erste öffentliche Bibliothek. 1009 wurde Pécs Bischofssitz. Nicht viel später begann man mit dem Bau der Basilika, die im Laufe der Jahrhunderte immer wieder neu erbaut wurde. Von der Unterkirche ausgehend aufwärts können die einzelnen Schichten der verschiedenen Epochen und Stile verfolgt werden. Interessant ist, dass die Basilika auf Pfählen steht, da der Grund ständig von einem unterirdischen Wasserstrom, der vom Mecsek-Gebirge herabfließt, unterspült und bewegt wird. Die bedeutendsten Kulturdenkmäler der 150-jährigen Herrschaft der Türken in Ungarn befinden sich in Pécs. Unter anderem die Dschami (Moschee) des Paschas Hassan Jakovali und die katholische Rundkuppelkirche, eine frühere türkische Moschee. Auf dem Dach der Moschee verkündet das auf dem Halbmond angebrachte Kreuz den Sieg der Christenheit in dieser Region. Pécs hat mehrere weltberühmte Fabriken. Hier produzieren die älteste Sektfabrik und die älteste Bierbrauerei des heutigen Ungarn. In der 150-jährigen Zsolnay-Porzellanmanufaktur wird außer wunderschönen Porzellangefäßen und Ziergegenständen auch Pyrogranit hergestellt. Diese Baukeramik ist signifikant für das Stadtbild von Pécs. Sie wurde nicht nur seinerzeit vom Jugendstil angewandt, sondern wird auch heute bei der Errichtung modernster Gebäude als Dekorationselement verwendet.

Pécsvárad (F8) Die Burg am Fuße des Mecsek-Gebirges ist eines der bedeutendsten mittelalterlichen Gebäude Ungarns und ein Denkmal der Staatsgründung, denn der erste Abt der ehemaligen Benediktinerabtei, Asztrik, hatte damals dem ersten ungarischen König, Stephan, die Krone vom Papst aus Rom überbracht.

Mecseknádasd (F8) Neben der Siedlung sind zwei mittelalterliche Ruinen zu sehen. Eine davon ist die Réka-Burg, der Geburtsort der Heiligen Margarete von Schottland. Ihre Mutter war die Tochter des ungarischen Königs Stephan und ihr Vater war der britische Herzog Edward. Ihre Eltern kehrten mit Margarete - die 1046 geboren wurde - nach Schottland zurück. Die Herzogin wurde später die Gemahlin des schottischen Königs Malcolm. 1975 stiftete die schottische Kirche der Dorfkirche ein Gemälde, das die Heilige Margarete darstellt.

Orfû (E8) ist ein aus fünf kleinen, malerisch gelegenen Dörfern bestehendes Wasserferiengebiet. Sein Seensystem ist ein Paradies für Bade-, Angel- und Wassersportbegeisterte und eine Hochburg des Geländereitens. Die Höhle der Hauptwasserquelle ist das Ziel von Abenteuertouristen, die das Extreme lieben, während die Erholung suchenden Gäste die einzige für Besucher geöffnete Tropfsteinhöhle in Pannonien – mit ca. 20 Fledermausarten – im nahe gelegenen Abaliget erwartet.

Abaliget (E8) Eines der wichtigsten Fremdenverkehrszentren des Mecsek-Gebirges ist in der Gegend von Abaliget und Orfû entstanden, was zum großen Teil der Höhle von Abaliget zu verdanken ist, auf die man um 1700 gestoßen war. Auf dem 500 Meter langen begehbaren Abschnitt des fast 1400 Meter langen Höhlenganges hört man die ganze Zeit über das Geplätscher des unterirdischen Baches. Die Höhle ist wegen der staubfreien Luft mit hohem Feuchtigkeits- und Radongehalt besonders zur Heilung von Atemwegserkrankungen geeignet.

Pécs, Széchenyi-Platz mit Keramikbrunnen
 
Mecseknádasd
 
Orfû
   
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