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Ipolytarnóc (B3) Spuren von Urtieren hat man auch anderswo in Europa
entdeckt. Einmalig ist hier allerdings, dass zur gleichen Zeit und im selben
Gebiet die Fußspuren aller hier lebenden Tiere in Form von Abdrücken im
ausgetrockneten Schlamm für immer verewigt wurden. Das kann man nur
in Ipolytarnóc finden! In der unweit der Grenze des Komitats Nógrád
liegenden Siedlung kann man wir auf Auenwegen nahezu zwanzig
Millionen Jahre der Zeitrechnung zurücklegen. Das Gebiet am Fuße des
Berges Karancs ist seit 1944 geschützt und wurde im Jahre 1995 Teil des
gesamteuropäischen Naturerbes, was durch den Europäischen Rat in
Form eines Diploms bestätigt wurde.
Ein von seiner Phantasie beflügelter Wiener Wissenschaftler hatte die
Region der Ipolytarnócer Urfossilien mit der von Pompei verglichen. Manvermutet, dass hier ein Fluss, der in das
tropische Meer mündete, für die
Tiere Wasser- und Übergangstelle zugleich war. Das hiesige, vor zwanzig
Millionen Jahren existierende Paradies war keinesfalls ein Hort des Friedens
und der Sicherheit, zumal zahlreiche Vulkane in diesem Gebiet aktiv waren.
Nach Mutmaßungen der Wissenschaftler hatte einer dieser großen
Vulkanausbrüche bei den Tieren ein schreckliches Durcheinander verursacht,
was diese letztlich zur Flucht trieb. Nicht Lava, sondern riesige
Mengen an vulkanischem Staub hatten diese Urwelt unter sich begraben.
So hat sich dann das schlammige Ufer des Flusses verfestigt und damit die
Abdrücke von Pflanzen, Tierspuren und riesigen Fichten für die Ewigkeit
bewahrt. Von zwölf Tierarten haben Wissenschaftler bis heute mehr als
dreitausend versteinerte Fußspuren freigelegt.
In Ipolytarnóc kann man den Park unter Leitung eines fachkundigen Führers begehen und die
Urfunde in einem Ausstellungspavillon besichtigen. Die versteinerten Stümpfe der Riesenbäume
sind nicht nur in der Ausstellungshalle, sondern auch im Bett des Baches Borókás zu bewundern.
Im größten Gebäude, also dort, wo auch die meisten Fußspuren zu sehen sind, kann der Besucher
beim Rundgang die Phantasiegeräusche der Urzeit aus dem Hintergrund wahrnehmen. Die Vitrinen
enthalten Haifischzähne und die Überreste anderer Meeresbewohner. Zudem sind besonders
wertvolle Stücke versteinerter Urbäume zu bestaunen.
Burg Somoskõ (C3) Zu den Attraktionen des größten Basalt-Plateaus Europas zählt auch die 700 Jahre
alte, mit spitzen Türmen verzierte ungarische Burg. Obwohl sie sich heute auf slowakischem
Territorium befindet, ist eine Besichtigung auch von ungarischer Seite aus möglich, denn die Grenze
zwischen beiden Ländern verläuft direkt auf dem Burgberg. Im nördlichen – heute slowakischen – Teil
kann ein einmaliger Basalterguss, die so genannte Basaltorgel, besichtigt werden.
Kazár (C4) Am Ende des Dorfes wird man von einer besonderen Landschaft erwartet, die etwa 3 Hektar
umfasst und von vielen Filmkunstexperten mit dem bekannten amerikanischen Zabriskie Point verglichen
wird. Die seltene Formation ist nicht nur hinsichtlich der Natur, sondern auch unter wissenschaftlichem
Aspekt interessant. Nach Meinung einiger Wissenschaftler verkörpert die mehrere Millionen Jahre alte
Rhyolith-Tuff- Erosion ein Stück „Nichts”, zumal auf der weißen gekrümmten Oberfläche keinerlei
Vegetation vorhanden ist. Kazár ist nicht nur durch dieses farblose Wunder, sondern auch aufgrund einer
Vielzahl bunter Trachten, volkstümlicher und architektonischer Meisterwerke bekannt.
Nógrádszakál (B3) Fährt man von Ipolytarnóc in westlicher Richtung weiter, so erreicht man
Nógrádszakál am Fluss Ipoly, wo man erneut Zeuge einer besonderen Naturerscheinung sein darf.
Hier befindet sich nämlich das mit ein wenig poetischer Übertreibung als Nógráder „Grand Canyon”
bezeichnete Bachbett. Der Bach namens Paris schlängelt sich – umgeben von fast senkrechten
Abhängen – in einer Tiefe von 15-20 Metern durch das Tal.
Salgótarján (C3) Eine moderne Stadt in einer der schönsten Landschaften des Landes am
Treffpunkt dreier Gebirgsgruppen. Ihren Namen verdankt sie dem hier während der Landnahme
angesiedelten Stamm Tarján. Für den Schutz sorgte die Burg von Salgó. Von 1845 an, als man
in der Region Braunkohle gefunden hatte, wurde aus Salgótarján eine Bergarbeiterstadt. An
diese Zeit erinnert Ungarns erstes unterirdisches Kohlenbergwerksmuseum, welches mit
seinem 280 Meter langen Gang, dem Originalstollen und den zahlreichen Gerätschaften
eine europaweit bekannte Sehenswürdigkeit darstellt.
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| Somoskõ, Burg |
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| Kazár, Rhyolith-Tuff-Erosion |
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| Nógrád |
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| Salgótarján, unterirdische Kohlenbergwerksmuseum |
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