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  45 Superlative in Budapest und Umgebung | Regional Karte | Budapest Karte | Wichtige Informationen
  Die Werte von Buda und die Donaubrücken
  Pest – auf der Route des Weltkulturerbes
  Badestadt Budapest
  Das farbenfrohe Pest
  In den königlichen Landschaften des Donauknies
  Besonderheiten in der Umgebung der Hauptstadt
 
 
 
Die schnell geborene Metropole

In der Mitte des 19. Jahrhunderts brach das “Baufieber” in Budapest aus. Anders als andere europäische Hauptstädte, welche erst über lange geschichtliche Zeitepochen zu Metropolen geformt wurden, mauserte sich Budapest innerhalb von 40-50 Jahren, also sehr “plötzlich” zu einer Weltstadt. Das auch heute noch vorherrschende Stadtbild nahm größtenteils auch in diesem Zeitraum Gestalt an. Dieser Umstand ist nicht nur der zu Beginn des Jahrhunderts aufblühenden wirtschaftlichen Entwicklung zu verdanken, sondern auch das Ergebnis trauriger Ereignisse, wie z. B. des Hochwassers von 1838, welches mehrere Tausend Gebäude in Pest völlig zerstörte. Eine neue und moderne Stadt ist an ihre Stelle getreten. Es sind Radial- und Ringstraßen entstanden und nur wenigen wagemutigen Denkern ist eingefallen, dass man den Verlauf des großen Rings und zwar dort, wo früher ein Nebenzweig der Donau Wasser führte, erneut für den Schiffsverkehr befahrbar machen könnte.
In den 40er-Jahren des 19. Jahrhunderts war dann die große Erfindung dieser Zeitepoche gelungen, nämlich die der ersten Gaslampe. Sie leuchtet an der Wand des Nationalmuseums. Weniger als ein Jahrzehnt später konnten die inzwischen neu gegründeten Pester Gaswerke annähernd 10.000 Gasleuchten versorgen. Einige Jahre danach wurden auch die ersten Wasserwerke in Betrieb genommen. Bis zur Jahrhundertwende hatte es die auf ihr neues Opernhaus, das Parlament und die Brücken stolze Stadt Budapest schließlich geschafft, den Anschluss an die als ewige Rivalin geltende Stadt Wien zu finden.

Die einzigartige Klimatisierung des Parlaments

Die Städtebauer und Planer der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liebten und bevorzugten Pomp und reiche Verzierungen. Den besten Beweis hierfür liefert das am Pester Donauufer erbaute Parlamentsgebäude, eines der schönsten Bauwerke Europas. Das im eklektischen Stil errichtete Bauwerk ist durch seine charakteristische künstlerische Darstellung der Epoche, mit seinen gotischen Türmen und spitzen Steinwänden, den 88 Statuen, mit Mosaikfenstern und Gobelins sowie den Gemälden als einmalig zu bezeichnen. Ende des 19. Jahrhunderts zählte das Kühlsystem des Parlaments zu einer genialen Errungenschaft. Auf dem Platz vor dem Gebäude wurden zwei Springbrunnen betrieben. Unter diesen befanden sich versteckte Öffnungen, die der Luftzufuhr und der Luftzirkulation dienten und gleichzeitig über Tunnel die durch das Wasser gekühlte Luft in die Sitzungssäle einleiteten. Die Kühltunnel wurden später zugemauert. Einige Luftkanäle sind auch heute noch benutzbar, sodass bei starker Hitze hier große Mengen an Eis deponiert werden können, um damit die Luft im Gebäude abzukühlen.

Mit der Linie 2 an den Stätten des Weltkulturerbes entlang

Vor dem Parlament, genau am Kossuth-Platz kann man auch die Züge der Straßenbahnlinie Linie 2 besteigen. Die Benutzung dieses Verkehrsmittels bietet beste Voraussetzungen für eine ausführliche Stadtbesichtigung. Aus den Fenstern schauend können wir die als Weltkulturerbe geschützten Bereiche von Buda und Pest kennen lernen. Die Straßenbahn verkehrt auf der Pester Seite am Donauufer entlang. Sie fährt vorerst weiter bis zur Kettenbrücke bzw. zum Roosevelt-Platz. Hier können wir das in den 60er- Jahren des 19. Jahrhunderts erbaute, schöne Neorenaissance-Gebäude der Ungarischen Akademie der Wissenschaften entdecken. In seiner unmittelbaren Nachbarschaft finden wir eines der schönsten Jugendstil-Gebäude und zwar den Gresham-Palast. Das 12.000 Quadratmeter umfassende und zugleich größte Wohnhaus der Hauptstadt hatte die englische Versicherungsgesellschaft Gresham im Jahre 1907 erbauen lassen. In dem erst vor kurzem rekonstruierten Palast befindet sich heute das eleganteste Luxushotel der Stadt.

Die erste Untergrundbahn des Kontinents

Als sie 1896 dem Verkehr übergeben wurde, war sie die erste Untergrundbahn des Kontinents bzw. die zweite U-Bahn nach der Londoner. Kaum zehn Minuten dauerte die Fahrt von der Innenstadt bis zum Stadtwäldchen. Der sechs Meter breite Tunnel wird von vernieteten Eisenträgern zweigeteilt. Die zeitgetreu renovierten Stationen, die hölzernen Kassennischen sowie die mit Keramikziegeln verkleideten Wände rufen heute noch die Atmosphäre der Jahrhundertwende wach. Die seit mehr als achtzig Jahren betriebenen alten Waggons sind heute jedoch nur noch im Museum zu besichtigen. Nach Fertigstellung der Budapester Metro (U-Bahn) gaben die Bewohner der Stadt der alten Untergrundbahn – welche nur einige Meter weiter unter den Straßenoberfläche verkehrt– den Kosenamen “Kleine U-Bahn”.

Die schönste Schöpfung der „städtischen Ordnung“

Die Route der Untergrundbahn folgt den schönsten Radialstraßen von Budapest. Die Andrássy Allee gilt als Meisterwerk des Städtebaus des zu Ende gehenden 19. Jahrhunderts. Sie wird auch die ehemalige “Hauptstraße” der Pester Theaterwelt bezeichnet und dies nicht nur, weil sich dort das mit imposanten Terrassen, Säulen und Statuen verzierte Opernhaus befindet, sondern weil man auch in der nahe gelegenen Seitenstraße populäre Operetten- und zahlreiche andere Theater bzw. Sprechbühnen findet. Neben dem Oktogon-Platz liegt der Franz-Liszt-Platz, welcher in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Plätze der Unterhaltung avancierte. Hier wurde eine Reihe von Kaffeehäusern, Restaurants mit internationaler Küche, Musikkneipen und Jazzklubs eröffnet. Im Sommer werden die Tische ins Freie gestellt, dann genießen die Menschen die gebotene angenehme Unterhaltung.

Der preisgekrönte Erzengel

Die Andrássy Allee verläuft in gerader Richtung gegenüber der Hauptfigur, der bekanntesten ungarischen Statuengruppe direkt zum Heldenplatz. Mit dem Bau des Denkmals wurde im Jahre 1896 begonnen. Den Mittelpunkt bildet die auf einer 36 Meter hohen korinthischen Säule stehende, 5 Meter große Figur des Erzengels Gabriel, welcher in einer Hand die heilige ungarische Krone und in der anderen das apostolische Doppelkreuz hält – gerade so, wie dies der Legende nach dem ungarischen König und Staatsgründer im Traum erschienen war. Die Statue erhielt anlässlich der Pariser Weltausstellung im Jahre 1900 die Auszeichnung “Grand Prix“. Auf einem Sockel kann man die Stammesfürsten der sieben ungarischen landnehmenden Stämme jeweils auf einem Pferd sitzend bestaunen. Zwischen den, das Denkmal abgrenzenden halbrunden Säulenreihen stehen die Bronzestatuen der herausragenden Herrscher der ungarischen Geschichte.

Die größte Sammlung der bildenden Künste

Der Heldenplatz wird beidseitig von zwei wunderschönen klassizistischen Gebäuden geschmückt. Die Kunsthalle bietet zugleich die größte Ausstellungsfläche für die bildenden Künste. In den Räumlichkeiten präsentieren sich ungarische und internationale Vertreter der zeitgenössischen Kunst und des Kunstgewerbes. Im Sondersaal kann man die natürlichen, architektonischen und geschichtlichen Werte Ungarns im Rahmen der Vorführung eines dreidimensionalen Filmes kennen lernen. Auf der anderen Seite des Platzes befindet sich das Museum der Bildenden Künste. Dort ist die bedeutendste ungarische Sammlung der bildenden Künste beheimatet. Doch auch die Besucher, welche sich für die Kunst aus der Antike oder die europäische Malerei interessieren, finden genügend Kostbarkeiten hinter den Mauern des Museums.

Statue der kleinen Prinzessin
 
Prunktreppe des Parlaments
 
Ungarische Wissenschaftliche Akademie
 
Zuschauerraum des Opernhauses
 
Kunsthalle
 
Franz-Liszt-Platz
 
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